Energiewende im Landkreis Freising
Langfristig planen - clever sparen
Der Kreistag hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2035 der gesamte Landkreis Freising mit erneuerbaren Energien versorgt wird. Dieses Ziel soll erreicht werden durch eine Verminderung des Energieverbrauchs, durch effiziente Energieerzeugung und -nutzung und durch den Einsatz erneuerbarer Energien. Ich bitte die Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises, uns hierbei zu unterstützen!
Durch die Energiewende sollen unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und die regionale Wirtschaftskraft sowie unsere Lebensqualität gesichert werden. Es ist allgemein bekannt, dass die fossilen Energieträger wie Kohle, Öl und Gas nur noch für begrenzte Zeit zur Verfügung stehen. Man kann sich darüber streiten, ob es nun 50, 100 oder 200 Jahre dauern wird. Wir wissen auch, dass mit der Nutzung von fossilen Energieträgern Risiken verbunden sind. Es stellt sich die Frage, ob es richtig ist, wenn Rohstoffe, deren Entstehung Jahrmillionen benötigen, von wenigen Generationen verbraucht werden. Bekannt sind auch die Auswirkungen, die mit der Nutzung von fossilen Energieträgern verbunden sind. Als Hauptschadstoff für den sauren Regen ist hierbei das Schwefeldioxid und als Treibhausgas das Kohlendioxid zu nennen. Damit sind Klimaveränderungen verbunden, die erhebliche Auswirkungen auch für zukünftige Generationen haben. Eine Zunahme von Wetterextremen wie Dürren und Überschwemmungen ist jetzt schon zu beobachten.
Vernünftiges Energiemanagement ist deshalb das Gebot der Zeit. Die aktualisierte Broschüre „Energiewende im Landkreis Freising. Langfristig planen - clever sparen" soll Ihnen einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten des Energiesparens geben. Neutral und verständlich will Sie dieser Ratgeber außerdem über den Einsatz alternativer Energieformen informieren.
Der Landkreis Freising engagiert sich bereits seit längerer Zeit für die Schonung der natürlichen Ressourcen. Seit 2004 hat der Landrat die Schirmherrschaft für die landkreisweite Aktion „SolarRegion Freisinger Land" inne. Sie wird vom Verein "Sonnenkraft Freising", den „Solarfreunden Moosburg", dem Verein Freisinger Land und dem Bund Naturschutz ehrenamtlich getragen. Ziel war und ist, die Sonnenenergie in unserem Landkreis vermehrt zu nutzen. Der Landkreis ist außerdem Anteilseigner bei der Firma Easy Energiedienste, mit der der Verein Sonnenkraft die Einrichtung von Bürgersolarparks unterstützt. Auf dem Dach des Landkreis-Bauhofs in Zolling wurde im April 2005 ein solcher Bürgersolarpark errichtet. Im Herbst 2007 wurde dieser Park erweitert: sechs neue Anlagen mit sechs Kilowatt Spitzenleistung kamen hinzu. Weitere Photovoltaikanlagen hat der Landkreis an der Realschule Moosburg, an der Fachoberschule in Freising, der Realschule in Eching und am Förderschulzentrum in Pulling errichtet. Diese Anlagen erzeugen insgesamt ca. 190.000 Kilowattstunden pro Jahr.
Seit 2007 wird der Energieverbrauch der Liegenschaften des Landkreises in einem Energiebericht zusammengefasst, seit 2008 werden Energietipps in der Presse und im Internet veröffentlicht. 2009 wurden die Liegenschaften des Landkreises hinsichtlich einer energetischen Optimierung untersucht; dabei wird u. a. die Möglichkeit einer Anbringung von Fotovoltaikanlagen geprüft. Auf der Homepage des Landratsamts wurde mit dem Aufbau einer virtuellen Ausstellung im Internet begonnen. Sie stellt in Wort und vor allem in Bild in für Laien verständlicher Form Anlagen im Landkreis Freising vor, die „alternative" Energie bereitstellen.
Auch viele Landkreisbürger sind bereits dabei die Energiewende zu vollziehen, z. B. durch die energetische Sanierung ihrer Häuser. Sie wissen: Neue Energiekonzepte und eine Energiewende sind dringend erforderlich.
Lassen Sie uns deshalb gemeinsam versuchen, dem Klimawechsel die Stirn zu bieten!
Michael Schwaiger
Landrat

