Die Amper
Die Amper ist aus der Sicht des Naturschutzes von überregionaler Bedeutung. Darum erfolgt eine Zusammenarbeit der Landschaftspflegeverbände Fürstenfeldbruck, Dachau und Freising. Die drei Vereine haben gemeinsam für die Amper die Stelle einer Gebietsbetreuerin geschaffen.
Naturraum
Die Amper fließt aus dem Ammersees und mündet in Moosburg nach gut 100 Kilometern in die Isar. Durch den Puffer des Ammersees hat sie, trotz ihrer Herkunft aus dem Alpengebiet, den wilden Charakter eines Gebirgsflusses verloren und mäandriert mit einer gemütlichen Fließgeschwindigkeit in Richtung Norden. Dabei hat sich die Amper ihr Bett durch verschiedene Naturräume gegraben, was ihren Verlauf so vielfältig und reizvoll macht.
Im Landkreis Fürstenfeldbruck wird der Endmoränenwall, eine Aufschüttung der letzten Eiszeit, in der engen Amperschlucht durchbrochen. Die Amper durchquert zwischen Schöngeising und Fürstenfeldbruck das Fürstenfeldbrucker Hügelland, eine flachwellige Landschaft, die durch gestaffelte rißeiszeitliche Altmoränenzüge geprägt ist. Im weiteren Verlauf erreicht die Amper die Münchner Schotterebene. Diese, durch die Schmelzwasserströme der eiszeitlichen Gletscher entstandene, geneigte Ebene aus kalkalpinen Schottern bildet an ihrem nördlichen und nordwestlichen Ende große Niedermoorbereiche aus, z.B. das Dachauer Moos. Die Amper begleitet eine zeitlang die Grenze zwischen Schotterebene und Hügelland, bis sie ab Haimhausen durch das tertiäre Hügelland fließt. Anfangs noch Süd-Nord gerichtet, fließt sie ab Allershausen in östliche Richtung. Dort hat sie sich ein breites, asymmetrisches Tal geschaffen mit steilen, bewaldeten Hängen auf der Südseite, flachen, landwirtschaftlich genutzten Hängen auf der Nordseite und überwiegend Grünlandnutzung auf den ehemaligen Niedermoorböden im Talgrund. Der Auebereich der Amper kann als eigener Naturraum abgegrenzt werden, da die Dynamik des Flusses mit Hochwassern, Abtragungen und Anlandungen den ursprünglichen Naturraum oft überprägt. In großen Bereichen herrschen hier Niedermoorböden und Flussschotter vor.


