Schon in der guten alten Zeit, als noch Pferde vor den Wagen gespannt wurden, hatten nicht alle Pferde eine Pferdestärke. Seit Erfindung des Autos, als die Pferde im Motor montiert wurden, haben sich die Unterschiede in der Leistung der einzelnen Antriebe vergrößert. Die Spannweite reicht vom sparsamen Kleinwagen mit nur einigen PS unter der Motorhaube bis zum bulligen Geländewagen mit mehr PS pro Rad als ein Kleinwagen insgesamt. Da der Spritverbrauch in der Regel mit den PS ansteigt, erhöht sich damit auch der Verbrauch von zwei wichtigen Rohstoffen: Öl und Geld. Die schwindenden Rohstoffe einerseits und die steigenden Spritpreise andererseits lassen es ratsam erscheinen, den Kraftstoffverbrauch zu minimieren.
Die wichtigste Entscheidung fällt dabei beim Kauf des Autos. Ein Spritfresser bleibt auch bei sparsamer Fahrweise immer durstig. Allerdings kann man bei sparsamer Fahrweise bis zu 30 % an Kraftstoff einsparen, wenn man einige Regeln befolgt:
vor dem Losfahren
- je höher die Auslastung des Autos, umso geringer ist der Spritverbrauch je Person (am geringsten ist er, wenn keiner fährt)
- Ballast abwerfen (Faustregel: 100 kg Mehrgewicht kosten einen halben Liter mehr)
- ein unnützer Gepäckträger führt genauso zu erhöhtem Spritverbrauch wie Winterreifen, die zu spät gegen Sommerreifen ausgetauscht werden
- richtiger Reifendruck sorgt für optimiertes Fahren: mindestens der Reifendruck, den der Hersteller für das voll beladene Fahrzeug empfiehlt, sollte eingestellt werden
beim Fahren
- je schneller gefahren wird, desto höher ist der Verbrauch
- ein kalter Motor benötigt viel Sprit, deswegen nach Möglichkeit mehrere Besorgungen zusammenlegen
- niedertourig fahren (bei 30 km/h im 3. Gang, bei 40 km/h im 4. Gang, bei 50 km/h im 5. Gang
- je niedriger die Drehzahl, umso weniger Energie wird verbraucht;
- der optimale Gang für die Fahrt durch die Stadt ist der 4. oder 5. Gang
- eigentlich sollte man bei ca. 2.000 U/min (Umdrehungen pro Minute) im Stadtverkehr schalten (also ca. wenn die Umdrehungszahl mit der Jahreszahl (2009) übereinstimmt)
Johannes Hofmann
Umweltamt

- Bei ca. 2.000 Umdrehungen pro Minute sollte man im Stadtverkehr schalten.
