
Heizhaus mit Blick auf den Hackschnitzelbunker
In der Gemeinde Rudelzhausen liegt das Gewerbegebiet „Im Schoosfeld".
Die Liegenschaften im Gewerbegebiet werden über ein Nahwärmenetz mit Heizwärme aus dem zentralen Biomasseheizwerk versorgt. Als Brennstoff werden Hackschnitzel aus Naturholz verwendet. Die Wärmeerzeugung erfolgt in erster Linie über den Hackschnitzelkessel. Sofern bei einem sehr kalten Winter die durch den Hackschnitzelkessel erzeugte Wärme nicht mehr ausreicht, kann ein Öl-Kessel zugeschaltet werden. Die Leitungen im Nahwärmenetz, durch die das heiße Wasser gepumpt wird, bestehen aus doppelt isolierten Stahlmantelrohren.
Daten zur Anlage:
- Funktion: Erzeugung von heißem Wasser durch Einsatz von Holzhackschnitzel aus Naturholz und, bei Bedarf, durch Einsatz von Öl
- Inbetriebnahme: 1999
- Betreiber: Fa. Südwärme AG mit dem Kompetenzzentrum ITW GmbH vor Ort: Fa. Hofer Haustechnik GmbH Ansprechpartner: Herr Hofer 087 52 / 86 85 50 und Herr Götzendorfer 089 / 321 706
- Weitere Informationen erhalten Sie unter www.suedwaerme.de
Hackschnitzelbunker
Als Brennstoff dient naturbelassenes Holz in Form von Hackschnitzel. Mindestens 50 % der eingesetzten Hackschnitzel stammen direkt aus dem Wald, der Rest aus Sägewerken oder Landschaftspflegehölzern. Die gesamten eingesetzten Holzhackschnitzel kommen aus der näheren Umgebung und stärken so die heimische Wirtschaft.
Heizzentrale
Blick in die Heizzentrale. Auf der rechten Seite ist der Biomassekessel, mit der dahinterliegenden Hackschnitzeleintragung zu sehen. Links davon der Öl-Spitzenlastkessel, im Hintergrund der silberne Pufferspeicher und links im Vordergrund das Ausdehnungsgefäß (rot). Im Pufferspeicher wird die Wärme „zwischengelagert". Der Kessel muss sich nur einschalten, wenn die Temperatur im Pufferspeicher stark abgefallen ist. Der Biomassekessel erzeugt mindestens 85 % der benötigten Wärme. Nur bei extremen Außentemperaturen oder bei Wartungs- oder Reinigungsarbeiten schaltet sich der Ölkessel dazu.
Biomassekessel
Blick in den Biomassekessel. Zu sehen ist der bewegliche Flachrost, auf dem die Hackschnitzel verbrannt werden. Im hinteren Bereich sind glühende Hackschnitzel zu sehen. Luftgebläse sorgen dafür, dass die Hackschnitzel komplett verbrannt werden, so dass nur noch die nicht brennbaren mineralischen Bestandteile als Aschestaub übrig bleiben. Da es sich bei den eingesetzten Hackschnitzel um unbehandeltes Holz handelt, kann die Asche als hervorragender Dünger weiter verwendet werden.



