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Biomasse-Heizkraftwerk Neufahrn/Eching

 

Daten zur Anlage:

  • Funktion: Erzeugung von Strom und Fernwärme durch Verbrennung von Altholz. Bei Stillstand der Biomasseverbrennungsanlage ist die Versorgung der Fernwärmekunden trotzdem gesichert. Hierfür stehen Erdgas/Heizöl befeuerte zusätzliche Kesselanlagen bereit.
  • Betreiber: Fa. Evonik New Energies, Gemeinde Eching, Gemeinde Neufahrn
  • Inbetriebnahme 2004
  • Versorgungsgebiet der Fernwärme: Gewerbegebiet Neufahrn/Eching
  • Menge an Altholz: ca. 40.000 Tonnen pro Jahr
  • Stromerzeugung: ca. 30.000.000 kWh pro Jahr (entspricht ca. 7.500 Haushalten)
  • Fernwärme ca. 47.000.000 kWh/a
    Prozessdampf: ca. 15.000.000 kWh/a (entspricht ca. 3.500 Haushalten)
  • Ansprechpartner: Herr Ney 0681/9494 - 9223
  • weitere Informationen erhalten Sie hier.


 

 

Pro Jahr werden ca. 40.000 Tonnen Holz verbrannt. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Alt- oder Gebrauchthölzer aus Wertstoffhöfen sowie aus der Bau- und Verpackungsindustrie. Eine moderne Rauchgasreinigungs- und Filteranlage sorgt dafür, dass die gesetzlich vorgegebenen Emissionsgrenzwerte z.T. weit unterschritten werden. Vor dem Einsatz im Kessel wird das Holz zerkleinert.


Der Heizkessel ist nicht mit einem normalen Ofen vergleichbar. Er ist ca. 17 m hoch und die Temperatur im Feuerungsraum kann bis zu 1.100 °C steigen. Die dabei entstehende Hitze lässt Wasser, das sich in Rohren in der Wand des Kessels befindet, verdampfen.


Mit dem Dampf aus dem Kessel wird Wasser (entsalztes Wasser ohne Zusätze) über einen Wärmetauscher erhitzt. Über ein gut isoliertes Rohrleitungsnetz, das in ca. 1 m Tiefe verlegt wird, wird das heiße Wasser (Fernwärmeleitung) zu Firmen und Haushalten transportiert. Auf dem Bild sieht man den Vorlauf und den Rücklauf der Fernwärmeleitung.


Die Temperatur des Umwälzwassers in der Fernwärmeleitung ist abhängig von der jeweiligen Außentemperatur. Bei sehr tiefen Außentemperaturen im Winter, z.B. bei minus 16 °C, wird es mit einer Vorlauftemperatur von 110 °C bereitgestellt. Im Sommer reichen 75 °C aus. Dazwischen wird die Temperatur des Umwälzwassers je nach Außentemperaturen gleitend geregelt. Die Leitungen sind in der Erde vergraben. Da im Erdreich nur geringe Temperaturschwankungen auftreten und die Leitungen außerdem mit Isolierschaum gedämmt sind, ist der Temperaturverlust auch bei weit entfernten Kunden sehr gering.

 

Das heiße Wasser der Fernwärmeleitung läuft bei den Firmen bzw. bei den Wohngebäuden durch Wärmetauscher und erhitzt so das Heizungswasser und das Warmwasser im jeweiligen Gebäude. Im Winter wird die Fernwärme eingesetzt, um die Gebäude mit Heizwärme und Wärme für die Warmwassererzeugung zu versorgen. Im Sommer wird die Wärme nur für das Warmwasser benötigt. Auf dem Bild ist links der Wärmetauscher für die Erwärmung des Warmwassers (kleiner rotbrauner Behälter) zu sehen. Das viereckige Gerät auf der rechten Seite ist der Wärmetauscher für die Heizung.


 Letztes Update dieser Seite: 24. November 2010
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