
Die Erzeugung von Strom mit Hilfe von Solarzellen ist nicht nur auf den Dächern möglich, sondern auch auf den Feldern. Die erste so genannte Freiflächenanlage im Landkreis Freising wurde 2005 in Hallbergmoos errichtet. Zu diesem Zeitpunkt war die Technik für Freiflächenanlagen noch nicht so ausgereift wie heute und die Investition war nicht ohne Risiko.
Freiflächenanlagen unterscheiden sich in einigen Punkten von den Solarmodulen auf den Gebäudedächern:
- die nutzbaren Flächen sind viel größer
- die Solarmodule werden nicht am Dach, sondern an einem Gestell befestigt
- die Neigung der Module sowie die Himmelrichtung sind nicht abhängig von der vorhandenen Dachneigung, sondern lassen sich auf ein Optimum einstellen
- durch die Neigung der Module fällt der Schatten der vorderen Modulreihe auf die hintere Modulreihe; deshalb können die Modulreihen nur in einem gewissen Abstand zueinander gebaut werden und es wird nur etwa ein Drittel der Fläche genutzt
- um die Anlage muss ein Zaun errichtet werden, der u.a. die Aufgabe hat, Diebe abzuhalten
- zum Ausgleich für den Eingriff in die Natur müssen so genannte Ausgleichsflächen geschaffen werden; diese werden üblicherweise in Form eines Grünstreifens, der sich hinter dem Zaun außerhalb der Anlage befindet, angelegt
Daten zur Anlage:
- Funktion: Erzeugung von Strom durch Einsatz von Solarzellen
- Inbetriebnahme: 2005
- Größe der Fläche: 6,5 ha, davon 2 ha rund um die Anlage als Ausgleichfläche
- Größe der Modulfläche: 15.000 m²
- Art der Solarzellen: Dünnschichtsolarzellen
- Erzeugter Strom pro Jahr: ca. 1.200.000 kWh (das entspricht dem Strombedarf von ca. 300 Haushalten)
- Leistung: 1,1 MWpeak
- Ansprechpartner: Herr Anton Felber 08161/123 03

Die Modulreihen haben einen Abstand von ca. 8 m, damit sie sich nicht gegenseitig die Sonne wegnehmen. Die Länge beträgt 220 m. Auf einer Freifläche können die Pflanzen schnell so hoch wachsen, dass sie Schatten auf die Module werfen. Damit dies nicht geschieht, sind die unteren Module 60 cm über dem Boden montiert. Außerdem wird das Gras dreimal jährlich gemäht.

Ausgleichsflächen rund um die Anlage sorgen für einen ökologischen Ausgleich für den Eingriff in die Natur. Sie dienen außerdem dem Sichtschutz

Bei den Solarmodulen handelt sich um so genannte Dünnschichtsolarzellen. Dünnschichtsolarzellen kann man an dem durchgehenden Streifenmuster erkennen.

Das Gestell ist mit Eisenpfosten im Boden verankert. Die Eisenpfosten stecken in einem kleinen Betonsockel unter der Erde. Wenn die Anlage eines Tages wieder abmontiert wird, kann man die Pfosten mit einem Bagger einfach herausziehen und so den ursprünglichen Zustand der Fläche in Kürze wieder herstellen.
Die Solarmodule können dann an die Herstellerfirma zurückgegeben werden.

Dieses kleine Gebäude steht in der Mitte der Anlage. Es enthält die Wechselrichter, welche den in den Solarzellen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Außerdem ist dort auch der Transformator untergebracht.

Der von den Wechselrichtern erzeugte Wechselstrom hat eine Spannung von 230 V. Diese Spannung wird im Transformator, der sich im selben Gebäude befindet, auf 20.000 V erhöht. Von dort aus wird der Strom mit einem Erdkabel in das Netz eingespeist.

Da manche Teile der Anlage einen hohen Wert darstellen, werden sie mit Hilfe von Kameras gegen Diebstahl gesichert.
