Schnitt von Hecken, Feldgehölzen und Bäumen

Die Untere Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass zum Schutz von Vögeln und anderen Gehölzbewohnern in der Zeit vom 1. März bis 30. September keine Gehölzschnittarbeiten an Hecken, Feldgehölzen und Gebüschen in der freien Natur durchgeführt werden dürfen. Verstöße können mit einer Geldbuße geahndet werden.


Das konsequente Verbot von Gehölzschnitten in der Zeit vom 1. März bis 30. September gilt nur für den Außenbereich. In Gärten ist beim Schnitt jedoch ebenso wie in der freien Natur sicherzustellen, dass keine Nester zerstört oder brütende Vögel gestört werden. Verstöße können hier nach dem Artenschutzrecht geahndet werden, was durchaus empfindliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.


Der frühe Beginn des Verbotes begründet sich darauf, dass die Brutzeit nicht erst mit dem Legen von Eiern beginnt, sondern bereits mit der Balz. Diese beginnt meist schon Wochen vor der eigentlichen Brut und ab diesem Zeitpunkt sind die Vögel auf Gehölze angewiesen, anhand derer sie ihre Reviere abgrenzen und in denen sie nach geeigneten Nistmöglichkeiten suchen. Zudem brüten einige Arten - z.T. auch verursacht durch Klimaveränderungen - bereits sehr zeitig im Jahr mit dem Brüten.


Hecken sind für heimische Tierarten ganzjährig sehr wertvolle Lebensräume. Sie sind Biotope aus Menschenhand, die durch die landwirtschaftliche Nutzung entstanden und sind somit Elemente der Kulturlandschaft. Sie sind ein wichtiger Teil des vielfältigen Landschaftsbilds und als solches schützens- und erhaltenswert.
Zur Erhaltung ist eine regelmäßige Pflege unerlässlich, diese ist aber nur dann mit dem Artenschutz vereinbar, wenn sich während der Heckenpflege keine oder nur wenige Tiere im Gehölz aufhalten.