Neophyten

Drüsiges Springkraut und Kanadische Goldrute, Foto: Armin Beckmann

Als Neophyten werden Pflanzenarten bezeichnet, die nach der Entdeckung Amerikas (nach 1492) unter direkter oder indirekter Mitwirkung des Menschen in ein bestimmtes Gebiet eingewandert sind oder eingeführt wurden und dort wild leben.

Die bekanntesten unter ihnen dürfte die auch in Gärten kultivierte Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) mit ihren auffällig gelben Blüten und das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) sein. Die Kanadische Goldrute stammt - wie schon der Name nahelegt - aus Nordamerika, das Drüsige Springkraut vom Indischen Subkontinent.

Beide Arten haben sich bei uns stark verbreitet, wie jeder, der z.B. an der Isar spazieren geht, bezeugen kann. Problematisch sind beide Arten vor allem, weil sie in einigen Lebensräumen auch seltene Arten nachhaltig verdrängen können. Diese Gefahr besteht im Landkreis Freising vorrangig auf Streuwiesen und Nasswiesen, wo die Kanadische Goldrute regelmäßig durch mehrmalige Mahd der Bereiche bekämpft werden muss.

Weitere Arten

Riesen-Bärenklau, Foto: Armin Beckmann

Ein weiterer Neophyt ist der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), der ursprünglich aus dem Kaukasus stammt.

Der Riesen-Bärenklau bildet photosensibilisierende Substanzen, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken. Berührungen in Verbindung mit Tageslicht können bei Menschen und anderen Säugetieren zu schmerzhaften Quaddeln und blasenbildenden, schwer heilenden „Verbrennungserscheinungen“ (Photodermatitis) führen. Es wird deshalb empfohlen, beim Umgang mit der Pflanze vollständige Schutzkleidung zu tragen, zu der auch ein Gesichtsschutz gehört.

Aus der langen Liste weiterer Neophyten sind vor allem die allergen wirkende Ambrosia und der Japan-Knöterich (siehe am Seitenende verfügbares Merkblatt) zu nennen.

Weitere Informationen

 

Weitergehende Informationen stehen im Internet unter http://www.flora-web.de bzw. http://www.neophyten.de zur Verfügung.