Vorlesen

Landkreis Freising stärkt Radinfrastruktur, Tourismus und nachhaltige Mobilität

Mit der offiziellen Eröffnung des neuen Radrastplatzes an der D-Route 11 (Ostsee-Oberbayern / Isarradweg) bei Hangenham setzt der Landkreis Freising ein weiteres Zeichen für die Förderung des Radverkehrs, des Tourismus und einer nachhaltigen Mobilität. Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins am Dienstag, 30. Juni 2026, wurde das abgeschlossene Förderprojekt vorgestellt.

 

Der Isarradweg zählt zu den beliebtesten Fernradwegen Bayerns und besitzt eine herausragende touristische Bedeutung für die Region. Im Landkreis Freising verläuft zudem darauf D-Route 11, die Bestandteil des Förderprogramms „Ausbau und Erweiterung des Radnetz Deutschland“ ist. Ziel des Förderprogramms ist die qualitative Verbesserung, der Ausbau und die Vernetzung national bedeutsamer Radfernwege zu einem sicheren, lückenlosen und attraktiven Radwegenetz. Gleichzeitig sollen die Verkehrssicherheit erhöht, die touristische Attraktivität gestärkt sowie nachhaltige und klimafreundliche Mobilität gefördert werden. Das Radnetz Deutschland bildet das Netz der Radrouten von nationaler Bedeutung und besteht aus dem ‚Radweg Deutsche Einheit´ und den 13 ‚D-Routen‘ einschließlich dem ‚Iron Curtain Trail‘. Das Radnetz Deutschland umfasst über 11.000 Kilometer, es ist zugleich Bestandteil des europäischen Radfernwegenetzes ‚EuroVelo‘ und damit international bedeutend. Mit dem Förderprogramm unterstützt der Bund finanziell die qualitative Verbesserung, die Bekanntheit und Attraktivität des Radnetzes Deutschland.

 

 

Erfolgreiche Umsetzung eines Bundesförderprojekts

 

Der Landkreis Freising hatte den Förderantrag bereits im August 2023 gestellt. Nach der vorläufigen Förderzusage im September 2025 konnten die Planungen konkretisiert und die erforderlichen Ausschreibungen durchgeführt werden. Der offizielle Projektstart erfolgte am 19. November 2025, das Projekt wurde planmäßig zum 30. Juni 2026 abgeschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 54.000 Euro. Davon wurden etwa 40.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert.

 

Neue Beschilderung auf rund 40 Kilometern

 

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die umfassende Erneuerung der Radwegweisung entlang des Isarradwegs im Landkreis Freising. Auf einer Strecke von rund 40 Kilometern wurde ein neues Beschilderungskonzept nach den Vorgaben der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) umgesetzt. Die Anzahl der beschilderten Knotenpunkte konnte dabei von ursprünglich rund 40 auf nunmehr 75 erweitert werden. Ergänzt wurde die Beschilderung durch eine durchgängige Ausweisung von Nah- und Fernzielen laut FGSV-Vorschriften.

 

„Die Beschilderung des Isarradwegs mit rund 40 Kilometern im Landkreis Freising konnte durch die Förderung von rund 40 auf nun 75 beschilderte Knotenpunkte erweitert werden und ist nun lückenlos mit Fern- und Nahzielen ausgeschildert. Jeder sollte sich jetzt gut zurechtfinden“, erklärt Mathias Minin, Radverkehrsbeauftragter des Landkreises Freising.

 

Neuer Radrastplatz lädt zum Verweilen ein

 

Ein weiterer Baustein des Förderprojekts ist der neu geschaffene Radrastplatz bei Hangenham. Die Anlage bietet Radfahrern und Erholungssuchenden eine attraktive Aufenthaltsmöglichkeit mit Tisch-Bank-Kombination, Relaxliege sowie einer Fahrrad-Servicestation, an der kleinere Reparaturen selbst durchgeführt werden können.

 

Landrätin Susanne Hoyer zeigte sich bei der Eröffnung begeistert: „Ein wunderschönes Kleinod mit einer gemütlichen Relaxliege. Ein herrlicher Platz auch für Nicht-Radler.“

 

Auch aus touristischer Sicht stellt die Investition einen wichtigen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Region dar. „Der Isarradweg ist einer der schönsten Radwege im Landkreis Freising und bietet viele Anschlüsse an andere lohnenswerte Radtouren in der Region“, betont Martina Mayer, Tourismusreferentin des Landkreises Freising.

 

Beitrag zu Klimaschutz, Gesundheit und regionaler Wertschöpfung

 

Mit dem Förderprojekt verfolgt der Landkreis Freising mehrere strategische Ziele: die Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Mobilitätsqualität, die Verbesserung der Radinfrastruktur, die Förderung von Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Gesundheitsvorsorge sowie die langfristige Sicherung der touristischen Wettbewerbsfähigkeit der Region. Gleichzeitig trägt der Fahrradtourismus zur regionalen Wertschöpfung bei und stärkt die lokale Wirtschaft.

 

Mit der modernisierten Beschilderung und dem neuen Radrastplatz ist der Isarradweg im Landkreis Freising nun noch attraktiver für Einheimische, Tagesausflügler und Radtouristen aus ganz Deutschland.