Das Gesundheitsamt Freising, federführend für den Arbeitskreis Suchtprävention, weist anlässlich des Weltnichtrauchertages auf die neusten Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Rauchverhalten junger Menschen hin, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) erstmals veröffentlicht hat.
Repräsentative Daten der Studie zeigen: Der Anteil rauchender und vapender Jugendlicher ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Vor allem der Konsum neuartiger Nikotinprodukte wie Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel nimmt deutlich zu und das obwohl sie extrem ungesund sind und schnell nikotinabhängig machen. Neun von zehn Konsumierenden nutzen in den Mehrweg-E-Zigaretten nikotinhaltige Liquids, die oft mit süßen Aromen und jugendaffinem Design vermarktet werden. Auch Nikotinbeutel gewinnen nach Angaben der Drogenaffinitätsstudie an Bedeutung, obwohl der Verkauf in Deutschland untersagt ist.
„Die Daten zeigen insgesamt eine Verschiebung im Konsumverhalten junger Menschen: Während der Konsum von Wasserpfeifen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist und auch der von Einweg-E-Zigaretten, gewinnen andere neue Nikotinprodukte an Bedeutung“, heißt es in der Pressemitteilung des BIÖG zum Thema. Vor allem Mehrweg-E-Zigaretten, aromatisierte Liquids und Nikotinbeutel können für junge Menschen attraktiv wirken, obwohl sie gesundheitliche Risiken bergen und Nikotinabhängigkeit fördern können.
„Die Drogenaffinitätsstudie ist ein klares Warnsignal“, sagt Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen. „Jugendliche rauchen und vapen wieder häufiger, und Nikotinprodukte sind für junge Menschen heute leichter sichtbar, leichter verfügbar und oft gezielt attraktiv gemacht.“ Streeck fordert „klare Regeln für Inhaltsstoffe, Aromen, Werbung und Verpackung“ sowie ein Verbot von gesundheitsschädlichen und jugendaffinen Aromen.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, betont: „Die meisten Jugendlichen leben rauchfrei, das ist erst einmal eine gute Nachricht. Gleichzeitig rauchen wieder mehr Jugendliche und auch Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel werden häufiger konsumiert. Das bereitet uns Sorge, denn Nikotin macht schnell abhängig und kann den Einstieg ins Rauchen erleichtern. Deshalb klären wir früh auf, unterstützen beim Ausstieg und setzen uns für klare Regeln ein, die junge Menschen schützen.“
Die gesamte Pressemitteilung zur Drogenaffinitätsstudie 2025
Im Landkreis Freising können sich Betroffene direkt an die psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle des Prop e.V. wenden, unter Telefon 08161/549890, per E-Mail an freising@prop-ev.de oder online unter https://app.suchtberatung.digital/beratung/registration?aid=3013.
Übersicht der Unterstützungsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit für den Rauchstopp:
Kostenfreie Informationsmaterialien, u. a. zu neuartigen Nikotinprodukten
Online-Ausstiegsprogramm: Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen mit Forum und persönlichen rauchfrei-Lotsinnen und Lotsen
rauchfrei-Chat: Unter Leitung einer Fachperson tauschen sich Gleichgesinnte über ihre Erfahrungen mit dem Rauchstopp aus, an jedem Dienstag zwischen 20:00 und 22:00 Uhr
Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung: Kostenlose Rufnummer 0 800 8 31 31 31 – erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
Kostenfrei bestellbare Informationsbroschüren: „Ja, ich werde rauchfrei“ und „Rauchfrei in der Schwangerschaft und nach der Geburt“. Die Broschüren können bestellt oder direkt heruntergeladen werden im Shop.
rauchfrei-Kanäle auf Instagram und TikTok:
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