Ausstellung chinesischer Handwerkskunst aus Weifang im Landratsamt

Handgefertigte Drachen, eine Jahrhunderte alte Tradition der Neujahrsholzschnitte: „Weifang ist bekannt als Stadt der Handwerkskunst“, sagt Cai Hao, stellvertretender chinesischer Generalkonsul in München. Seit 30 Jahren pflegt der Landkreis Freising eine Partnerschaft mit der Region Weifang im Osten Chinas. Anlässlich dieses Jubiläums fand nun im Landratsamt Freising ein kleiner Festakt statt, bei der auch der Konsul zu Gast war. Außerdem wurde die Fotoausstellung „Chinesische Handwerkskunst aus Weifang“ eröffnet, die noch bis 27. Oktober im Kreuzgang zu sehen ist.

 

Seit Juli 1987 besteht eine Partnerschaft zwischen dem Freistaat Bayern und der Provinz Shandong. Franz Josef Strauß sei sozusagen der „Vater der Zusammenarbeit“ gewesen, betonte Willi Lange, Leiter des Referats Nordostasien bei der Hanns-Seidel-Stiftung. Nur drei Monate später wurde das Abkommen zwischen Freising und Weifang unter dem damaligen Landrat Ludwig Schrittenloher besiegelt, nachdem bereits ein Jahr zuvor eine chinesische Delegation die Domstadt besucht und von der Infrastruktur des Landkreises und der Freundlichkeit der Menschen begeistert gewesen war. „Der Landkreis Freising war die erste kommunale Körperschaft, die eine Partnerschaft mit einer chinesischen Stadt einging“, sagte Landrat Josef Hauner während des Festakts.

 

„Sehr reger Austausch“

„Die Verbindung zwischen Weifang und Freising ist ein wesentlicher Bestandteil der Partnerschaft Bayern – Shandong“, betonte der stellvertretende Generalkonsul Hao. Es finde „ein sehr reger Austausch“ vor allem in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Bildungswesen statt. Tatsächlich gab es trotz der großen Entfernung viele Kontakte zwischen den Partnern. Landrat Hauner erinnerte an das Jahr 2010, als eine Delegation aus dem Landkreis in China zu Besuch war und an 2012, als eine Jugendfußballmannschaft aus Moosburg zu einem internationalen Fußballturnier nach Weifang reiste und dort gegen Mannschaften aus ganz Asien antrat. Im darauffolgenden Jahr kamen junge Weifanger nach Moosburg, um dort am Isar-Cup teilzunehmen.

 

Zum 30-jährigen Jubiläum sowie zur Belebung und Intensivierung der Partnerschaft wurden einige Projekte initiiert. Kürzlich freute sich Landrat Josef Hauner über den Kurzbesuch einer Wirtschaftsdelegation aus Weifang. Bei einem gemeinsamen Abendessen und einer Besichtigung des Landratsamtes wurden Erfahrungen ausgetauscht. Außerdem wurde ein Gedenkstein im Klostergarten des Landratsamts neu gestaltet, um ihn besser zugänglich zu machen. Und schließlich wurde die Ausstellung im Kreuzgang organisiert.

 

Einblick in die Handwerkskunst Weifangs

„Mit dieser Ausstellung wollen wir einen Einblick in die besonderen kulturellen Schönheiten Weifangs geben“, sagte Hauner bei der Eröffnung. Weifang sei eine „charmante Stadt mit wunderschöner Landschaft, ein bedeutender Industriestandort mit reichhaltigen Mineralvorkommen, sei Shandongs wichtigste Agrarregion, aber eben auch bekannt und berühmt für seine Handwerkskunst, sagte der Generalkonsul.  „In Weifang sind die besten Drachenbauer zu finden. Das sind unglaublich begabte Menschen“, sagte Andreas Knapp im Kreuzgang. Der Fotograf hatte die Werkstätten in Weifang besucht und im Auftrag der KT Wong Foundation London eine Dokumentation über diese besondere Handwerkskunst produziert. Die Bilder vermitteln, wie verschiedene Werke wie Drachen, Giraffen, Drachenschildkröten oder Falken entstehen – vom einzelnen Bambusstäbchen bis hin zum geflochteten Gesamtgebilde.

Handwerkskunst aus Weifang ist auf den Bildern zu bestaunen

Musikalisch untermalt wurde die Eröffnung von drei jungen Musikern aus dem Prims Studion in München

Landrat Josef Hauner (v.r.) mit dem stellvertretenden Generalkonsul Cai Hao, Willi Lange und dem Fotografen Andreas Knapp

Einblick in die Handwerkskunst in Weifang bietet die Ausstellung im Kreuzgang

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