Der Landkreis soll gesünder werden: Gesundheitsregionplus gestartet

Im April wurde der Landkreis Freising in den Kreis der „Gesundheitsregionenplus“ des Bayerischen Gesundheitsministeriums aufgenommen. Seit August gibt es – finanziert vom Ministerium – im Landratsamt mit Susanne Bauer eine engagierte Geschäftsführerin. Nun trafen sich erstmals rund 30 Akteure aus dem Bereich Gesundheit, um gemeinsam zu sondieren, wo es vor Ort noch Defizite gibt und wie man diesen abhelfen kann.

 

Es bildeten sich drei Arbeitskreise, die in den nächsten Monaten herausfinden wollen, wo man im Landkreis hinsichtlich der Gesundheitsvorsorge und -versorgung gut aufgestellt ist, wo man nachbessern muss und wie dies in der Praxis geschehen kann. Landrat Josef Hauner betonte: „Wir wollen nicht nur Papier produzieren, sondern nachhaltig arbeiten. Es müssen keine riesigen Ziele sein, die wir uns setzen. Aber wenn wir uns etwas vornehmen, dann soll das auch umgesetzt werden.“

 

Die Arbeitsgruppe „Gesundheitsförderung und Prävention“ wird geleitet von Dr. med. Lorenz Weigl, dem Chef des Gesundheitsamts. Wie in den anderen Arbeitsgruppen auch machten die elf Mitglieder ein Brainstorming und nannten die Themen, die ihnen unter den Nägeln brannten. In späteren Sitzungen sollen die Schwerpunktthemen festgelegt werden, an denen man konkret weiterarbeiten möchte. Die Gesundheitsförderung in Kindergärten, Schulen, Betrieben und bei Migranten wurde ebenso genannt wie die Impfberatung und ein Netzwerk zur Betreuung von Angehörigen bei einem Krankenhausaufenthalt.

 

Für den Arbeitskreis „Gesundheitsversorgung“, geleitet von Dr. med. Anneliese Lengl, langjährige Vorsitzende des ärztlichen Kreisverbandes Freising, meldeten sich spontan 14 Mitwirkende. Sie notierten u. a. die Themen ambulante Pflege, Hospizversorgung, Sprachausbildung von Pflegekräften aus dem Migrantenkreis und die ärztliche Versorgung in den Randgebieten des Landkreises.

 

Der dritte Arbeitskreis beschäftigt sich mit dem Thema „Demographischer Wandel“ und wird geleitet von Dr. med. Heino Pause, niedergelassener Arzt und Kreisrat. Hier fanden sich zunächst sechs Interessierte, die bereits ganz konkrete Pläne gefasst haben: Als erstes soll ein Informationsabend für die Öffentlichkeit organisiert werden, bei dem die gesetzlichen Neuerungen im Bereich Pflege verständlich dargelegt werden. Als nächstes soll die Sozialfibel als Nachschlagewerk für den Landkreis aktualisiert werden.

 

Die Arbeitsgruppen sind nicht geschlossen. Wer mitmachen möchte, kann sich im Landratsamt bei Susanne Bauer (gesundheitsregionplus[at]kreis-fs.de, Tel.: 08161/600-206) melden. Um den Schwung der ersten Sitzung nicht zu verlieren, waren sich alle Beteiligten einig, die nächste Arbeitsgruppensitzung noch in diesem Jahr durchzuführen.

 

Landrat Josef Hauner freute sich über den geglückten Start in die Gesundheitsregionplus Freising und die „positive Grundstimmung“. Es sei schön zu sehen, dass alle Interesse daran haben, an der bestmöglichen gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung mitzuwirken.