2. Touristik-Infoveranstaltung für die Landkreisgemeinden

Wie können die Gemeinden profitieren, wenn viele Gäste den Landkreis Freising besuchen? „Wir wollen die Bedeutung des Tourismus und die Chancen, die er bietet, herausstellen“, sagte Landrat Josef Hauner bei der zweiten Touristik-Informationsveranstaltung für die Landkreisgemeinden im Landratsamt. Zu dieser hatte der Landrat zusammen mit Tourismusreferentin Martina Mayer eingeladen. Das jährliche Treffen soll eine Plattform für die touristischen Vertreter aus den Kommunen sein.

 

Zunächst sprach die Tourismusreferentin über aktuelle Trends im Bereich Freizeit und Tourismus und die derzeitigen Planungen des Landkreises Freising. Das Reise- und Konsumverhalten verändere sich hin zu mehr Kurzreisen. Auch der Radtourismus wachse stark an. „Der Landkreis Freising ist schwerpunktmäßig Freizeit- und Ausflugsregion und keine klassische Urlaubsregion.“ Dementsprechend müsse das Angebot ausgerichtet werden. Der Landkreis präsentierte sich auf diversen Messen wie der Internationalen Grünen Woche in Berlin, der Reise- und Freizeitmesse „f.r.e.e“ in München, war aber auch bei den Freisinger Gartentagen und dem Hallertauer Bierfestival zu Gast. Auch ein Auftritt beim Hallertauer Hopfakranzlfest in Au sei geplant. Sehr hilfreich bei solchen Aktionen ist die Mitgliedschaft beim Verein Hopfenland Hallertau Tourismus (TOM).

 

Neben einigen neuen Broschüren und überarbeiteten Printprodukten setzt der Landkreis in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die Digitalisierung. „Das Informations- und Buchungsverhalten ändert sich so rasant wie in kaum einer anderen Branche“, sagte Landrat Hauner. Daher soll eine eigene Homepage für den Tourismusbereich entstehen. Auch der TOM hat eine Digitalisierungsoffensive gestartet und bietet im Internet unter www.oberbayern-echtdigital.de/workshop-uebersicht ein Schulungsangebot für touristische Dienstleister an.

 

Die anwesenden Vertreter der Gemeinden berichteten schließlich über ihre Vorhaben. So plane auch die Stadt Freising einen eigenen Webauftritt für den Tourismus und kümmere sich im Moment besonders um spezielle Angebote wie „Stadtspaziergänge“, erläuterte Referent Dr. Ingo Bartha. In Moosburg werde es demnächst eine Beschilderung explizit für Radfahrer und Fußgänger geben, sagte Christoph Hübner von der Moosburg Marketing eG. Sehr aktiv ist die Gemeinde Mauern. Dort entsteht ein historischer Wanderweg. „Die Strecke ist festgelegt. Er wird zwölf Stationen mit Informationstafeln beinhalten“, sagte Bürgermeister Georg Krojer. Unter dem Motto „Blumen für Mauern“ wurden Blumenwiesen angesät, und an verschiedenen Stellen Blumenkästen angebracht, „um dem Insektensterben entgegenzuwirken“. 2019 wird wieder ein Schlossgartenfest veranstaltet. „Und wir versuchen, das Hallertauer Hopfakranzlfest 2020 nach Mauern zu holen.“

 

Das Erholungsgebiet um den Kranzberger See wird anlässlich der 50-Jahr-Feier 2019 mit einem Beachvolleyballfeld und einem neuen Spielplatz verschönert, erläuterte Kranzbergs Bürgermeister Hermann Hammerl. Auch ist man dabei,  das Bronzezeit Bayern Museum mit neuen Filmen aufzuwerten. Grundsätzlich noch mehr Engagement für den Radverkehr forderte Kirchdorfs Rathauschef Uwe Gerlsbeck. Dort soll 2019 ein Radweg zwischen Burghausen und Kirchdorf gebaut werden. „Wir müssen Verbindungen zwischen den Ortschaften schaffen.“

 

Tourismusreferentin Mayer ist mit der Resonanz auf die beiden bisherigen Informationsveranstaltungen zufrieden. „Sie waren äußerst positiv. Wir wollen in den nächsten Jahren die Veranstaltung als Kommunikationsplattform mit noch mehr Landkreisgemeinden ausbauen.“

Vertreter aus den Gemeinden tauschten sich mit Landrat Josef Hauner (4.v.r.) und Tourismusreferentin Martina Mayer (4.v.l.) über die Förderung des Bereichs Freizeit und Tourismus aus.

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