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50 Jahre Kranzberger See: „Eldorado für Naturliebhaber“

„Mehr als nur ein Badesee“, „Eldorado für Naturliebhaber“, „Schmuckstück“, „Botschafter für die Gemeinde“ – der Kranzberger See ist beliebt. Das merkt man nicht nur an den vielen Gästen, die sich stets auf dem Gelände tummeln. Sondern auch an den Rednern, die am Freitag, 5. Juli, beim Auftakt zum dreitägigen Seefest auf der Bühne standen. Der See wird nämlich 50 Jahre alt. Das musste gefeiert werden.

 

Entstanden in den 1930er Jahren beim Kiesabbbau für den Bau der Autobahn, wurde der Kranzberger See ab 1967 in einen Badesee verwandelt, mit vergrößerter Wasserfläche und abgeflachten Uferbereichen, damit man leichter ins Wasser gehen kann. In den 70er Jahren kamen Tausende von Erholungssuchenden nach Kranzberg. „Ich kann mich von meiner Kindheit nur noch an überfüllte Parkplätze, zugeparkte Straßenränder und ein gut frequentiertes Seehaus erinnern“, sagte Bürgermeister Herrmann Hammerl. „Kaum zu glauben, wie viele Leute sich hier getummelt haben, wenn man die alten Fotos anschaut“, sagte Karl Roth, Vorsitzender des Erholungsflächenvereins München.

 

Dieser kümmert sich seit fünf Jahrzehnten um den Kranzberger See. „Es war das vierte Großprojekt unseres Vereins“, so Roth. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Freising erhalten Verein und Gemeinde den See. Ab 2015, als das Jubiläum bevorstand, wurde das zwischenzeitlich etwas zugewachsene Gewässer „einer Wellnesskur“ unterzogen. Roth bedankte sich beim Landkreis, der beispielsweise eine uralte Weide gerettet habe, „ein Wahrzeichen des Sees“.

 

Der Kranzberger See sei „einer von zahlreichen Erholungsgebieten im Landkreis Freising“, sagte Landrat Josef Hauner. Er bedankte sich beim Erholungsflächenverein, der beispielsweise auch die Stoibermühle, die Neufahrner Mühlseen, den Echinger, Pullinger und Hollerner See sowie den Haager Weiher betreut. Mit Blick auf den Klimawandel sei es wichtig, „Ausflugsziele vor der Haustür“ zu erhalten, „die ich zu Fuß, mit dem Radl, der S-Bahn oder auf kurzem Weg mit dem Auto erreichen kann“. Diese seien „ökologisch vernünftig, ökonomisch sinnig und sozial wertvoll“.

 

Denn nicht nur Badegäste können sich am Kranzberger See erfreuen. Er grenzt direkt an das Landschaftsschutzgebiet Amperauen und sei mit seiner reichen Tier- und Pflanzenwelt „ein Eldorado für Naturliebhaber“, so Hauner. Im Osten, zur Amper hin, ist der See sehr naturnah gehalten. Der fließende Übergang zu den Amperauen macht den Bereich hochattraktiv für Wasservögel, Frösche, Kröten. In Schilf und Gehölzen halten sich auch viele Singvogelarten auf. Abends kann man auch schon mal Fledermäuse sehen.

 

Drei Tage lang feierten die Kranzberger am Wochenende. Zum Programm gehörten neben dem Festakt auch unter anderem Kabarett, Konzerte, Kirtamusi, Beachvolleyball-Turnier, Seeparty, Fahr-zeugweihe und eine Lichtshow.

Ein Plätzchen am See (v.l.): Festreferent Anton Hierhager, Landrat Josef Hauner, Bürgermeister Hermann Hammerl, Karl Roth (Vorsitzender Erholungsflächenverein) und Alt-Landrat Ludwig Schrittenloher.

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