50 Radlfahrer auf 50 Radlkilometern: Anradeln des Ammer-Amper-Radwegs

50 Kilometer lang ist die Teilstrecke des Ammer-Amper-Radwegs, die durch den Landkreis Freising verläuft. So weit mussten die etwa 50 Radlerinnen und Radler nicht fahren, die am Samstag, 25. Mai, beim Anradeln mitgemacht haben. Eine Gruppe setzte sich von Moosburg aus in Bewegung, Start-/Zielort des überregionalen Radweges, die andere von Fahrenzhausen aus. Und in Zolling trafen sie zusammen, bei der offiziellen Auftaktveranstaltung, die der Landkreis Freising und der ADFC-Kreisverband Freising in Kooperation organisiert hatten.

 

Anfang des Jahres hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club den Ammer-Amper-Radweg als Qualitätsradroute mit vier Sternen klassifiziert. Er ist damit der erste durchgehende 4-Sterne-Radweg in Oberbayern. „Das Gütesiegel ADFC-Qualitätsradroute bekommt man nicht einfach so. Das ist schon etwas Besonderes. Darauf sind wir sehr stolz“, sagte Robert Scholz, stellvertretender Landrat, am Samstag im Biergarten des Gasthauses Hörhammer in Zolling. Denn dafür müsse der Radweg ganz bestimmte Kriterien erfüllen, wie beispielsweise entsprechend gute Wegweiser, Routenführung, Befahrbarkeit und Sicherheit.

 

Weil es zunächst so aussah, als reiche es „nur“ für drei Sterne, wurde die Teilstrecke im Landkreis Freising 2018 neu beschildert. „Das wollten wir nicht auf uns sitzen lassen“, sagte Scholz. Schließlich hatte die Arbeitsgruppe – bestehend aus dem Naturpark Ammergauer Alpen, dem Tourismusverband Pfaffenwinkel sowie den Landkreisen Landsberg a. Lech, Dachau, Fürstenfeldbruck und Freising – schon seit 2012 die Idee vorangetrieben.

 

„Das ist ein einzigartiger Radweg, der im Landkreis vom Westen der Gemeinde Hohenkammer bis nach Moosburg führt“, sagte Zollings Bürgermeister Max Riegler, der die Teilnehmer begrüßte. Radlfahrer könnten sich hier in einem wertvollen Naturraum bewegen, den es zu erhalten gelte. Die ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung Kulturraum) Ampertal und die anliegenden Gemeinden hatten sich dafür engagiert, denn man wolle das Ampertal touristisch als Naherholungsraum aufwerten, so Riegler.

 

„Natürlich wollen wir die Qualität des Ammer-Amper-Radwegs auch halten und die Infrastruktur weiter ausbauen. Mit Bänken, Rastplätzen, Verweilorten“, sagte Vizelandrat Scholz. Daher waren die Teilnehmer aufgerufen, entlang der Strecke Ausschau nach schönen Stellen zu halten und diese auf einer extra bereitgestellten Karte zu markieren. Außerdem sollen weitere „bett+bike-Betriebe“, die vom ADFC mit Qualitätssiegel ausgezeichnet sind, entstehen (derzeit sind es 20) sowie im Rahmen eines touristischen Radentwicklungskonzepts noch mehr Themenradtouren geschaffen werden.

 

Dass der Landkreis schon jetzt ein attraktives Freizeitziel ist, das zeigte sich mitten in der Rede des stellvertretenden Landrats. Eine Gruppe von locker 30 Radlern aus München machte Halt in Zolling. Auch die Teilnehmer des Anradelns zeigten sich begeistert von der Strecke, obwohl die Gruppe aus Moosburg wegen einer Baustelle einen kleinen Umweg in Kauf nehmen musste. Angeleitet worden waren sie von erfahrenen Tourenbegleitern des ADFC, bei denen sich Scholz nochmals besonders bedankte.

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