Besuch der Regierung von Oberbayern im Landratsamt Freising

Hohen Besuch hat das Landratsamt Freising kürzlich empfangen. Die Regierung von Oberbayern reiste an, um sich über den Landkreis zu informieren, wie es innerhalb einer Wahlperiode üblich ist. Landrat Josef Hauner erläuterte den Regierungsvertretern um Präsidentin Maria Els und Vizepräsidentin Andrea Degl die großen Projekte und die damit verbundenen Investitionen des Landkreises. Zu diesem Zweck hatte er eine Bustour durch Freising organisiert.

 

Speziell um zwei Engstellen in der Verkehrsführung zu veranschaulichen, ließ der Landrat  zunächst die Straßenbaustelle der Nordostumfahrung Freising bei Marzling anfahren. „Es wird irgendwann erforderlich sein, hier eine zweite Isarbrücke zu bauen und damit die Verkehrsführung bis zur A 92 jeweils zweispurig zu gestalten“, sagte Hauner. Das Staatliche Bauamt Freising habe zwar bereits zwei weitere Fahrspuren in den vordringlichen Bedarf aufgenommen, allerdings gestalte sich die Isarquerung schwierig. Im Vorbeifahren zeigte Hauner dann den Neubau der „Realschule Gute Änger“, der zweiten Freisinger Realschule, die nach neuen pädagogischen Konzepten und dementsprechend mit Extras wie Clusterlehrräumen, eingerichtet werde.

 

Der Landrat erläuterte die Verkehrssituation am südlichen Ende der Westtangente

Als nächstes fuhren die Vertreter der Regierung von Oberbayern und des Landratsamtes über die Ismaninger Straße zur südlichen Anschlussstelle der neuen Westtangente Freising an der Münchner Straße. „Hier hat man ebenfalls einen Verkehrsknotenpunkt beiderseits der Isarbrücke.“ Der Landrat erläuterte die Planung eines „Turbokreisels“ und die damit verbundenen Schwierigkeiten und eventuellen Alternativen.

 

Am Klinikum stieg die Gruppe aus, um das Gelände zu besichtigen. Dass der Landkreis nur ein Krankenhaus habe, sei „durchaus erfreulich“, sagte Hauner. Denn der Unterhalt weiterer kleiner Krankenhäuser neben einem großen Haus erweise sich für viele Landkreise häufig als unwirtschaftlich. Das Freisinger Klinikum erziele jedoch „insgesamt ein ausgeglichenes Betriebsergebnis“. 

 

Am Klinikum entstehen neue Personalwohnungen, eine Tiefgarage und eine Kindertagesstätte

„Aber wir haben hier noch große Baumaßnahmen vor uns“, sagte Hauner und führte die Gruppe auf den großen unbefestigten Parkplatz an der Alois-Steinecker-Straße, wo Personalwohnungen mit einer darunterliegenden Tiefgarage entstehen sollen. Das gesamte Areal, an dessen östlichen Rand zudem eine Kindertagesstätte errichtet wird, ist im Besitz des Landkreises. Ziel sei es, sagte Hauner, „bezahlbaren Wohnraum und eine Kinderbetreuung zu schaffen, die an die Arbeitszeiten des Krankenhauspersonals angepasst ist“. Die bestehenden älteren Gebäude mit Personalwohnungen an der Mainburger Straße hingegen werden weichen und durch niedrigere ersetzt, um den städtebaulichen Wünschen der Stadt zu entsprechen.

 

Weiter ging die Fahrt zum beruflichen Schulzentrum an der Wippenhauser Straße, wo auf dem Sportgelände des Camerloher Gymnasiums 2015 in dreieinhalb Monaten eine Asylunterkunft errichtet wurde, in der zu Hochzeiten etwa 560 Bewohner lebten. Bei der Besichtigung äußerte der Landrat in diesem Zusammenhang seinen Dank an die Stadt Freising, die damals mitgezogen habe: „Sonst hätten wir wohl noch mehr Turnhallen belegen müssen.“ Zudem habe er seitens aller Schulleitungen an der Wippenhauser Straße große Unterstützung erfahren. So entstand eine gute Nachbarschaft.

 

Das Schulzentrum an der Wippenhauser Straße wird weitreichend umgestaltet

„Es hat nie Vorfälle mit Schülern und Bewohnern gegeben“, resümierte Hauner. Noch in diesem Jahr wird die Unterkunft aufgelöst, die verbliebenen 70 Bewohner werden auf dezentrale Unterkünfte verteilt. Auf dem früheren Sportgelände aber entsteht eine neue Berufsschule. Nach Abbruch des bestehenden Berufsschulgebäudes sollen unter anderem ein Erweiterungsbau für die Fachoberschule, eine große Mensa, eine Sportstätte mit Dreifachturnhalle und wenn möglich ein Internatsgebäude mit Personalwohnungen gebaut werden. „Es wird bestimmt sieben bis zehn Jahre dauern, bis alles verwirklicht ist“, sagte Hauner, „und einen großen finanziellen Aufwand darstellen“.

 

Die letzte Etappe führte zum Stabsgebäude der ehemaligen General-von-Stein-Kaserne, in dem zwischenzeitlich etwa 170 Asylbewerber untergebracht waren. Das L-förmige Gebäude soll langfristig zu einem weiteren Standort des Landratsamts ausgebaut werden.

 

Regierungspräsidentin Maria Els lobte das Engagement des Landrats

Regierungspräsidentin Els lobte zum Abschluss der Tour „das Engagement des Landrats in Sachen Daseinsfürsorge und Daseinsvorsorge mit diesen zukunftsträchtigen Projekten für die Infrastruktur und Krankenversorgung“. Els betonte, dass auch wenn der Landkreis eine „solide Haushaltslage“ aufweise, solche großen Projekte nicht so leicht wegzustecken seien, die Versorgung mit Schulen und Krankenhäusern aber „zu den elementaren Aufgaben eines Landkreises“ gehöre. „Wir sehen“, so Els, „dass dies in einem verantwortungsvollen Umfang geschieht und wünschen für die Vorhaben viel Erfolg.“

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