"Ein Juwel": Einweihung des Pfarrhofs in Volkmannsdorf

"Juwel", "prachtvolles Gebäude", "strahlt in neuem Glanz" - viel Lob gab es am Sonntag, 21. Oktober, bei der Einweihung des Pfarrhofs in Volkmannsdorf. Eine "behutsame Sanierung" hat das Haus schräg gegenüber der Kirche hinter sich, wie es Heimatforscher Josef Schlecht formulierte. Nach 30 Jahren Leerstand soll es sich nun wieder zum Gemeindezentrum entwickeln. Bei einem Tag der offenen Tür konnten sich die Bürgerinnen und Bürger ein Bild machen.

 

Im Jahre 1867 war der Sitz der Pfarrei in der Unteren Hauptstraße  errichtet worden. "Danach diente er 123 Jahre lang als Heimat für die Volkmannsdorfer Pfarrer", sagte Schlecht bei der Einweihungsfeier. Als 1990 der letzte Geistliche, der für die Pfarrei St. Laurentius alleine zuständig war, auszog, begann der Verfall. Das Gebäude war "fast eine Bauruine". Doch dann wurden 2016 die Weichen gestellt, um es originalgetreu wieder herzurichten.

 

Was hier entstanden ist, ist ein "Juwel", sagte Landrat Josef Hauner. "Danke, dass Sie sich Zeit nehmen und zu uns in den letzten Winkel des Landkreises gekommen sind", begrüßte Schlecht den Landrat. Er sei gerne hier, versicherte dieser. Schließlich handele es sich um ein besonderes Ereignis. Zum Kulturlandkreis gehöre auch die Baukultur. "Ich bin stolz, dass hier so ein schönes Gebäude renoviert worden ist." Der Landrat lobte den Zusammenhalt in der Ortsgemeinschaft, der gerade in kleineren Orten so wichtig sei. Dazu trage nun der neue Pfarrhof bei. "Erfüllen Sie das Haus mit Leben, pflegen Sie die Gemeinschaft", rief der den Besuchern zu.

 

Dem konnten Bürgermeister Prof. Dr. Dr. Hans Eichinger, nach eigener Aussage ein "großer Verehrer alter Gemäuer", und Irmgard Schwarz, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, nur beipflichten. "Ich wünsche mir, dass es ein Ort der Begegnung wird, in unser schnelllebigen Zeit eine Oase der Ruhe", sagte Schwarz.

 

Als er vor sieben Jahren in die Pfarrei gewechselt sei, sei der Pfarrhof "eine Baustelle" gewesen, sagte Pfarrer Viktor-Roland Spielauer. "Das Gebäude war heruntergekommen." In Volkmannsdorf habe ein Ort mit Lebendigkeit gefehlt, "von dem man den Glauben in die Welt hinaus tragen kann". Nun habe man diesen geschaffen.

 

Josef Schlecht brachte es auf den Punkt: "Das hier soll ein Haus für alle werden." Anschließend durften sich die Gäste den ganzen Tag über anschauen, was aus den historischen Mauern geworden ist.

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