Einsatz im Schneegestöber: Mitarbeiter des Landkreisbauhofs mussten am Wochenende mehrmals ausrücken

Umgestürzte Bäume, Verkehrsunfälle, Lawinen – in weiten Teilen Bayerns hat der Wintereinbruch am vergangenen Wochenende für Probleme gesorgt. „Bei uns ist das Chaos ausgeblieben“, sagt Korbinian Hobmeier, Leiter des Landkreisbauhofs. Die Mitarbeiter waren in den vergangenen Tagen verstärkt im Einsatz und haben die Kreisstraßen soweit wie möglich von Schnee und Eis befreit.

 

Bereits am Freitagnachmittag rückte die Mannschaft vom Landkreisbauhof aus, um nach den ersten Schneefällen die Kreisstraßen zu räumen. Als dann der angekündigte Wintereinbruch am Samstagmorgen eintraf, war der Winterdienst ab 3 Uhr mit allen Fahrzeugen unterwegs. Bis 16 Uhr hatten die Mitarbeiter sämtliche Kreisstraßen viermal geräumt und gestreut, ehe sie ihre Gefährte wieder im Bauhof in Zolling abstellen konnten. Auch in der Nacht zum Sonntag gab es nochmals einen rund dreistündigen Streueinsatz, wobei der Regen im Landkreis Freising kein Glatteis zur Folge hatte.

 

Insgesamt fünf Fahrzeuge, die mit Räumpflug und Feuchtsalzstreuer mit einem Fassungsvermögen zwischen drei und sechs Tonnen ausgestattet sind, besitzt der Landkreis Freising. Die Fahrzeuge haben mittlere Streureichweiten von 28 bis 40 km. Durch moderne Technik sind die Winterdienstgeräte innerhalb einer halben Stunde angebaut. Das Befüllen mit Streugut dauert im Schnitt fünf bis zehn Minuten pro Fahrzeug. Für haftungsrechtliche Fragen erfolgt eine Datenaufzeichnung der Fahrstrecken getrennt nach Räum- und Streustrecken mittels GPS.

 

Für jedes Fahrzeug gibt es einen bestimmten Räum- und Streuplan. Der jeweilige Fahrer entscheidet vor Ort, ob er räumen oder nur streuen muss. Eine Winterdienstroute ist gewöhnlich in 2,5 bis 3,5 Stunden einspurig geräumt bzw. gestreut. Zusätzlich kann der Landkreis bei Bedarf auf drei Subunternehmer zurückgreifen, die mit landkreiseigenem Winterdienstgerät auf privaten Lkws fahren.

 

Wie in jedem Jahr sind die Streuguthallen auf dem Bauhof des Landkreises gut mit Streusalz gefüllt. Sie fassen rund 3300 Tonnen. Von Dezember bis Ende März ist eine Rufbereitschaft im Drei-Schicht-Betrieb organisiert. Vom Deutschen Wetterdienst erhält der Bauhof mehrmals täglich die aktuellen Wetterprognosen für die kommenden Tage. Zwei „Wetterspäher“ aus den Teams kontrollieren in der Nacht die Wetterentwicklung. Sie entscheiden aufgrund ihres Wissens und ihrer Erfahrung, ob, wann und in welchem Umfang Winterdienst erforderlich ist. Bei Bedarf alarmieren sie die Kollegen des Teams per Handy. Sind phasenweise keine winterlichen Straßenverhältnisse, besteht Rufbereitschaft von 3 bis 22 Uhr. Dies ist der Rahmen der gesetzlichen Räum- und Streuplicht. Bei extremen winterlichen Straßenverhältnissen kann der Einsatz rund um die Uhr erfolgen.

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