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Elternkurs „Hilfe, mein Kind pubertiert!“ gibt nützliche Tipps für ein glückliches Zusammenleben in der Familie

Die Eltern stressen, die Schule auch, der Körper verändert sich und irgendwie ist alles nervig: Die Pubertät ist eine spannende und bisweilen anstrengende Phase für Jugendliche – aber auch für die Eltern. Wie man in dieser Zeit am besten miteinander umgeht, dafür gab es beim Elternkurs „Hilfe, mein Kind pubertiert!“ gute Tipps. Gesundheitsamt Freising und die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle Prop e.V. veranstalteten diesen in Kooperation mit der Kirchengemeinde im Zeitraum von November 2019 bis Februar 2020. An acht Abenden trafen sich Eltern von Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren im zweiwöchigen Rhythmus in der evangelischen Kirchengemeinde Oberallershausen.

 

Jugendliche entdecken sich selbst

Für Jugendliche ist die Pubertät die Zeit, sich selbst zu entdecken, zu experimentieren und zu lernen, eigene Wege zu gehen. Die Pubertierenden machen eine körperliche und seelische Entwicklung durch, die Auswirkungen auf deren Gefühle und Verhalten hat. Experimentieren mit der äußeren Erscheinung gehört dazu ebenso, wie der Konsum von Tabak, Alkohol oder anderen Suchtmitteln. Dadurch verändert sich die gesamte Beziehung zu den Eltern, Widerstände und Konflikte entstehen.

 

Die Entwicklungsaufgabe von Jugendlichen in der Pubertät besteht darin, eine eigene Identität zu entfalten – das heißt auch, sich abzugrenzen. Eltern können ihr Kind unterstützen, indem sie die Wünsche und Gefühle ihres Kindes ernst nehmen, Orientierung geben, Regeln aushandeln und auch Grenzen setzen. Entscheidend ist dabei, im Gespräch zu bleiben, auch und gerade dann, wenn es schwierig wird.

 

Wie gelingt die Kommunikation mit dem pubertierenden Kind?

Die Sozialpädagogin Sabrina Dietrich vom Gesundheitsamt Freising und die Soziologin und systemische Beraterin Beatrice Brinninger von der Prop e.V.-Suchtberatungsstelle konnten den Eltern viele wichtige und lebenspraktische Informationen und Tipps an die Hand geben, damit sie zu Hause im Familienalltag besser mit dem „Phänomen Pubertät“ zurechtkommen.

 

Dazu gehörten Fachvorträge, aber auch viele praktische Übungen, zum Beispiel wie man ein Gespräch über problematischen Konsum mit Jugendlichen führen kann. Wichtig waren auch Hintergrundinfos zu Sucht, Drogen und Pubertät. Insbesondere das Thema Medien und wie man bei den eigenen Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang fördern kann, beschäftigte die Eltern sehr intensiv. Auch diesmal referierte Walter Schollerer von der Kriminalpolizei Erding an einem Abend zum Thema Sucht und Drogen. Außerdem erfuhren die Eltern, wie man einen jungen Menschen darin unterstützen kann, problematisches Konsumverhalten zu verändern.

 

Die Mamas und Papas bekamen beispielsweise auch die Aufgabe, zu Hause zu versuchen, mit ihrem Kind ein offenes Gespräch zu führen oder einmal bewusst Komplimente zu erteilen. Die gesammelten Erfahrungen wurden am darauffolgenden Kursabend gemeinsam reflektiert, sodass die Eltern jede Menge voneinander lernen konnten. In der Elterngruppe war ein großes Vertrauen untereinander spürbar und nicht zuletzt wurde viel über die täglichen Alltagsbegegnungen und Auseinandersetzungen mit dem eigenen „Pubertier“ gelacht.

 

Weitere Informationen zum Kurs sind im Internet unter http://www.hilfe-mein-kind-pubertiert.de/ zu finden.

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