Frühlingsgefühle mit Kiebitz, Brachvogel & Co.

Derzeit lässt sich wieder ein tolles Naturschauspiel beobachten. Der Frühling hält Einzug und viele Vogelarten sind bereits aus ihren Winterquartieren im Süden zurück, um in den warmen Monaten nördlich der Alpen zu brüten. Auch im Landkreis Freising sind neben einigen Singvogelarten die Wiesenbrüter wie Kiebitz und Großer Brachvogel angekommen und balzen schon fleißig. Diese Vogelarten bauen ihre Nester nicht wie die meisten anderen Vögel auf Bäumen, sondern legen ihre gut getarnten Eier in kleine Nestmulden auf Wiesen- und Ackerflächen.

 

Die Kiebitze ließen sich in den warmen Märztagen bereits beim Balzflug beobachten. Auf Grund ihres schaukelnden Flugstils nennt man den Kiebitz auch „Gaukler der Lüfte“. Sein markanter „kie-witt“-Ruf ist schon von weitem zu hören und es lohnt sich, das rege Treiben aus der Ferne genauer zu beobachten. Die Kiebitzpaare legen drei bis vier olivgrüne Eier in eine Nestmulde aus Grashalmen am Boden und bebrüten diese einen knappen Monat lang, bis die Jungen schlüpfen. Diese sind gleich nestflüchtig und werden von dem Weibchen geführt. Das Männchen wacht in einiger Entfernung über die kleine Familie.

 

Kiebitze und weitere Wiesenbrüterarten, wie zum Beispiel der große Brachvogel, das Braunkehlchen, der Wiesenpieper und die Feldlerche sind in den vergangenen Jahrzehnten vor allem durch den Verlust ihres Lebensraums bedroht und stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten Bayerns. Gerade während der Brutzeit sind ungestörte, weitläufige Brutgebiete eine Voraussetzung, um den Fortbestand der Population zu sichern. In der Zeit von März bis Juli können sie sich schnell durch freilaufende Hunde und Spaziergänger abseits der Wege gestört fühlen und verlassen im schlimmsten Fall ihre Nester, wodurch die Gelege auskühlen und die Küken zu Tode kommen.

 

Deshalb kann jeder einen Beitrag zum Schutz der gefährdeten Vogelarten leisten: Beim Spazierengehen, Reiten und Radfahren in den Wiesenbrütergebieten sollte man unbedingt auf den Wegen bleiben und den Hund während der Brut- und Aufzuchtzeit an der Leine führen. Nicht nur Kiebitz, Brachvogel und Co., sondern auch Hase und Rehkitz werden es den Menschen danken.

Schon von weitem sind die Rufe des Kiebitzes zu hören.

Drei bis vier olivgrüne Eier legen die Vögel in eine Nestmulde aus Grashalmen am Boden.

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