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Landkreis Freising beteiligt sich am Faulbrutmonitoring 2019

Der Landkreis Freising beteiligt sich heuer erneut am Faulbrutmonitoring. Bei der amerikanischen Faulbrut der Honigbiene handelt es sich um eine staatlich bekämpfte Tierseuche, die höchstansteckend ist und zum Zusammenbruch der Völker und somit zu großen wirtschaftlichen Schäden führen kann. Eine sehr effektive Methode der Früherkennung infizierter Völker ist das Faulbrutmonitoring-Programm, das in mehreren Regionen Deutschlands etabliert wurde.

 

Der Landkreis Freising nahm bereits im Jahr 2017 an der Aktion des Tiergesundheitsdienstes (TGD) und des Fachzentrums für Bienen Veitshöchheim teil. Eine Abfrage durch das Veterinäramt Freising bei der Imkerschaft ergab eine positive Resonanz, so dass auch in diesem Jahr eine Teilnahme an dem grundsätzlich freiwilligen Verfahren erfolgen soll. Unterstützt und koordiniert wird das Projekt durch das Veterinäramt Freising.

 

Die Probenahme im Rahmen des freiwilligen Faulbrutmonitoring-Verfahrens soll vom 22. Juli bis 4. August 2019 erfolgen. Die Imkervereine sind informiert und haben bereits Teilnehmer gemeldet. Gerne können sich noch weitere Imker anmelden. Wichtig ist es, die Beprobung nach dem Abschleudern und vor dem Einfüttern der Bienenvölker vorzunehmen. Die Proben können bis spätestens 4. August um 10 Uhr beim Veterinäramt Freising abgegeben werden. Den Transport der Proben zur Untersuchungsstelle des Tiergesundheitsdienstes in Grub wird organisiert das Veterinäramt.

 

Verursacht wird die Erkrankung durch Infektion mit Sporen von Paenibacillus larvae. Diese können bereits mehr als zwei Jahre vor Ausbruch der Erkrankung im Bienenvolk vorhanden sein. Werden die Faulbrutfälle zu spät erkannt, ist eine wirkungsvolle Bekämpfung häufig nur durch Abtöten von Bienenvölkern und umfangreiche tierseuchenrechtliche Maßnahmen wie Einrichtung eines Sperrgebietes sowie die Untersuchung und Beprobung von Völkern darin möglich. Wird eine Belastung mit Faulbrutsporen vor dem klinischen Ausbruch über die Beprobung der Bienenvölker entdeckt, dann ist eine Sanierung, in Abhängigkeit der epidemiologischen Situation, durch verstärkte Wabenhygiene oder Kunstschwarmsanierung möglich.

 

Grundsätzlich muss jeder, der Bienen hält, dies nach der Bienenseuchenversordnung der zuständigen Behörde anzeigen – im Landkreis Freising ist das das Veterinäramt. Zusätzlich muss die Bienenhaltung beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Erding gemeldet und, falls noch nicht vorhanden, eine Betriebsnummer beantragt werden. Nähere Auskünfte erteilt Dr. Ulrike Schweinzer vom Veterinäramt Freising unter Telefon 08161/600-509.

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