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Neuartiges Coronavirus: 17 Patienten im Klinikum – fast alle ohne Symptome

Insgesamt 17 Personen aus dem Landkreis Freising sind nach aktuellem Stand mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Sie stehen in Zusammenhang mit dem Erstinfizierten und sind im Klinikum Freising untergebracht. „Es geht allen gut. 16 Personen zeigen keine Symptome, eine zeigt Symptome und muss überwacht werden“, sagte PD Dr. Markus Neumaier, Ärztlicher Leiter des Klinikums im Rahmen einer zweiten Pressekonferenz im Landratsamt.

 

Seitdem der erste Fall im Landkreis aufgetaucht ist, ist man am Landratsamt „ständig im Austausch – intern und auch in größerer Runde“, sagte Landrat Josef Hauner. Direkt vor der Pressekonferenz hatten sich bereits zum zweiten Mal Vertreter aus dem Amt für Öffentliche Sicherheit und Ordnung, des Gesundheitsamts, des Klinikums, des Ärztlichen Kreisverbandes Freising, des Hausärztekreises und der Rettungsdienste getroffen, um die aktuelle Lage zu besprechen. Eine Koordinierungsgruppe ist am Landratsamt zusammengetreten und kümmert sich unter anderem darum, Masken und Schutzanzüge für die Organisationen zu beschaffen.

 

Die Ermittlungen des Gesundheitsamtes laufen weiter auf Hochtouren. Die Zahl der zu ermittelnden Kontaktpersonen steigt natürlich mit der Zahl der Infizierten stark an. „Diese gilt es zu ermitteln, zu kategorisieren und zu priorisieren“, sagte Christine Setzepfandt, Leiterin des Gesundheitsamts Freising. Auch am Donnerstag wurden wieder zahlreiche Proben zur Auswertung ans Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gebracht.

 

„Das Gesundheitsamt leistet ganz großartige Arbeit“, sagte Georg Miedl, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Freising. Er nahm aber auch die Ärzteschaft im Landkreis in die Pflicht. „Wir haben sehr wohl die Aufgabe, Diagnostik zu betreiben. Wir sind bemüht, das Gesundheitsamt zu unterstützen und die Last auf mehrere Schultern zu verteilen.“ Es gebe in dieser Woche ein „extrem hohes Aufkommen“ in den Praxen. Die schwer erkrankten Patienten in den Praxen hätten „in der Regel Influenza“. Er könne die derzeitige Reaktion in der Bevölkerung nicht nachvollziehen, denn er habe bisher noch „von keinem schwer erkrankten Corona-Patienten gehört“, sagte Miedl.

 

Unterdessen bereitet sich das Klinikum Freising auf die nächsten Tage vor. Es seien zwei Stationen verfügbar gemacht worden, in denen bis zu 60 Corona-Infizierte isoliert werden können, sagte Dr. Neumaier. „Aber der Normalbetrieb für schwer Erkrankte muss natürlich weitergehen.“

 

Während andere Veranstaltungen derzeit reihenweise abgesagt werden, wird der Landkreis Freising die Verleihung des Kulturpreises Freising am kommenden Sonntag durchführen. Die Aula des Camerloher Gymnasiums Freising sei sehr groß und verfüge über eine neue Lüftung, so Landrat Hauner. Außerdem werde die Bestuhlung etwas luftiger als zunächst geplant. „Und es wird eine handschlagfreie Zone.“

 

 

Bildunterschrift:

Teilnehmer an der Pressekonferenz waren (v.l.): Karoline Schatz, Leiterin des Amtes für Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt, Georg Miedl, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Freising, Christine Setzepfandt, Leiterin des Gesundheitsamts Freising, Landrat Josef Hauner und PD Dr. Markus Neumaier, Ärztlicher Leiter des Klinikums Freising.

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