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Neuartiges Coronavirus: Infizierte Person im Landkreis Freising – Kindergarten in Zolling bleibt vorsorglich geschlossen

Ein Mann aus dem Landkreis Freising ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Noch in der Nacht zum Sonntag ist er ins Klinikum Freising gebracht und dort isoliert worden. „Das war vor allem eine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Familie“, sagte Christine Setzepfandt, Leiterin des Gesundheitsamts Freising im Rahmen einer Pressekonferenz, bei der am Sonntagnachmittag, 1. März, Einzelheiten zu dem Fall bekannt gegeben wurden. „Der infizierten Person geht es relativ gut. Sie zeigt nur leichte Symptome“, sagte PD Dr. Markus Neumaier, Ärztlicher Leiter des Klinikums Freising.

 

Das Freisinger Krankenhaus und das Gesundheitsamt Freising waren gut auf den Ernstfall vorbereitet. Die räumliche Abschottung von Patienten sei „inzwischen Routine für uns“, so Neumaier. Schließlich würden derzeit auch schwere Influenza-Erkrankte behandelt, die isoliert werden müssen. „Wir sind vom Gesundheitsamt sehr gut vorbereitet worden. Es gab auch bereits Testläufe für den Fall, dass jemand im Landkreis an dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) erkrankt.“

 

Die Familienmitglieder des Infizierten sind auf das Virus getestet worden, das Ergebnis steht bisher noch aus (Stand 19 Uhr). Da eine Person aus der Familie im Kindergarten „Kleine Strolche“ in Zolling arbeitet, bleibt dieser vorsorglich in der kommenden Woche geschlossen. „Dabei geht es um den Schutz einer besonders schützenswerten Gruppe – von Kindern“, sagte Setzepfandt. „Wir haben sofort Kontakt zur Gemeinde Zolling und zum Kindergarten aufgenommen, damit auch die Eltern rechtzeitig informiert sind“, sagte Landrat Josef Hauner. „Ich hoffe, dass sich im Lauf der Woche herausstellt, dass eine Woche Schließung reicht.“

 

Am späten Samstagabend war die Meldung eines positiven Befundes beim Gesundheitsamt Freising eingegangen. Der Infizierte hatte entsprechende Krankheitssymptome gezeigt und sich daraufhin telefonisch an einen niedergelassenen Arzt gewandt. Dieser bestellte den Mann am Ende seiner Praxiszeit ein und führte den Test unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen durch. Das Gesundheitsamt informierte sofort die Task-Force Infektiologie und organisierte noch in der Nacht zum Sonntag den Transport des Mannes ins Krankenhaus. „Vielen Dank an dieser Stelle ans Klinikum, dass das so komplikationslos und schnell gegangen ist“, sagte Setzepfandt.

 

Der Mann hatte sich in der vorvergangenen Woche in Köln aufgehalten und dabei engen Kontakt zu einer Person aus dem Landkreis Heinsberg gehabt, wo es bereits viele Corona-Fälle gab. „Das ist die wahrscheinliche Quelle der Infektion.“ Seit Samstagabend laufen die Ermittlungen des Gesundheitsamtes auf Hochtouren. „Wir ergreifen sofort alle Maßnahmen, die erforderlich sind“, so Hauner. Seither werden die Kontaktpersonen des Erkrankten ermittelt, kategorisiert, priorisiert und gegebenenfalls getestet, so Setzepfandt. Großes Lob zollte der Landrat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Gesundheitsamt und Klinikum, die derzeit Leistungen erbrachten, die „über das normale Maß hinausgehen“. Am Gesundheitsamt gibt es seit Ende Januar einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst.

 

Unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklungen „werden wir von Tag zu Tag neu entscheiden, welche Maßnahmen getroffen werden müssen“, sagte Landrat Hauner abschließend.

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