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Positiver Coronatest bei Mitarbeiter im Senioren-Zentrum Neufahrn – Aufruf an die Bürger, sich an Hygiene- und Abstandsregeln zu halten

Die Corona-Fallzahlen steigen wieder. In Deutschland, in Bayern und auch im Landkreis Freising. Nun hat das Gesundheitsamt Freising das positive Testergebnis eines Mitarbeiters des Pichlmayr Senioren-Zentrums Neufahrn erreicht. Dieser hatte sich testen lassen und wartete auf den Befund. Auf Anraten seines Arbeitgebers ließ er sich zwischenzeitlich nochmals beim Arzt abstreichen – mit negativem Befund. Nachdem der positive Laborbefund des ersten Tests vorlag, ergriff das Gesundheitsamt Freising in Zusammenarbeit mit der Einrichtungsleitung dennoch unverzüglich Vorsichtsmaßnahmen. Die Angehörigen der Bewohner wurden in Kenntnis gesetzt und sicherheitshalber ein vorübergehendes Betretungsverbot ausgesprochen.

 

Das Gesundheitsamt arbeitet bereits intensiv an der Ermittlung der engen Kontaktpersonen. Bisher sind bei Bewohnern und Mitarbeitern keine Symptome aufgefallen. Das Gesundheitsamt organisierte sofort eine Reihentestung, bei der am Freitag, 14. August, die Mitarbeiter und die Bewohner des betreffenden Gebäudeteils, in dem der Infizierte tätig ist, abgestrichen werden.

 

Die Ergebnisse des Reihentests im Vitalis Senioren-Zentrum in Marzling werden voraussichtlich im Laufe des Freitags erwartet. Unabhängig von den Testresultaten ist eine Nachtestung der Bewohner und Mitarbeiter am Montag, 17. August, geplant.

 

 

Abstand halten, Maske tragen, Händehygiene!

Die Zahlen in ganz Deutschland und auch die Ereignisse im Landkreis zeigen, dass das Virus noch lange nicht besiegt ist. Vielmehr sprechen die zuletzt steigenden Fallzahlen dafür, dass das Infektionsgeschehen auch bei uns nicht vernachlässigt werden darf. Spürbar ist das auch an einem deutlichen Anstieg der den Landkreis ermittelten 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von aktuell 17,31.

 

Wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet werden, dann müssen dort nach Maßgabe der Bundesregierung Lockerungen rückgängig gemacht werden und Beschränkungskonzepte in Kraft treten. In Bayern hingegen ist der kritische Punkt, ab welchem Maßnahmen zu ergreifen sind, bereits bei einer Marke von 35 Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage, erreicht. Um mögliche Einschränkungen im Landkreis Freising zu verhindern, appellieren wir noch einmal eindringlich an die Bevölkerung, Hygiene- und Abstandsregelungen strikt einzuhalten: Mund-Nase-Schutz tragen, Hände regelmäßig waschen und desinfizieren, Abstand halten. Diese sind unabdingbar, um sich selbst und die Mitmenschen zu schützen.

 

Es ist einer der zentralen Punkte bei der Bekämpfung der Pandemie, dass sich jeder Einzelne in der Bevölkerung einbringt und seinen Teil dazu beiträgt, dass mögliche Infektionen nicht weiterverbreitet werden. Deshalb rufen wir die Bürgerinnen und Bürger abermals dazu auf, selbstreflektiert darüber nachzudenken, ob es gerade jetzt sinnvoll oder notwendig ist, größere Menschenansammlungen aufzusuchen oder Urlaub insbesondere in einem Risikogebiet zu machen. Auch der Landkreis Freising hat viele schöne Orte und Freizeitaktivitäten zu bieten, für die es sich lohnt, daheim zu bleiben.

 

Die Verantwortlichen am Landratsamt Freising bereiten sich angesichts der aktuellen Entwicklungen darauf vor, um im Fall eines weiteren Anstiegs der Fallzahlen schnell reagieren zu können. Am Montag, 17. August, werden wieder Vertreter aus der Koordinierungsgruppe am Landratsamt, des Gesundheitsamts, des Klinikums, der Ärzteschaft im Landkreis Freising, der Rettungsdienste, Feuerwehr, THW und Kreisverbindungskommando (KVK) der Bundeswehr zum Runden Tisch zusammentreten, um die Lage und das weitere Vorgehen zu besprechen.

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