Starke Hilfeleistung in der Schneekatastrophe – Frühjahrsdienstversammlung der Feuerwehren 2019

Seinen Stolz auf die Feuerwehren machte Landrat Josef Hauner am 4. April in Nandlstadts Hopfenhalle deutlich: Bei der Frühjahrsdienstversammlung des Kreisbrandrats und der Kommandanten lobte er die besondere Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Kräfte und die gewaltige Hilfeleistung für den Landkreis Traunstein, wo im Januar wegen der Schneemassen der Katastrophenfall galt.

Mindestens ebenso stolz war Kreisbrandrat Manfred Danner, der sich bei seinen Feuerwehrlern für insgesamt 20.000 Einsatzstunden in den fünf Tagen der Hilfeleistung bedankte.

 

 

Von wochenlangem Schulausfall, abgeschnittenen Ortschaften bis hin zur Lawinengefahr berichtete der Traunsteiner Kreisbrandrat

 

Zu Gast waren auch die Traunsteiner Feuerwehrkollegen: Wie sich die Katastrophe langsam angebahnt hatte, berichtete Kreisbrandrat Christof Grundner, von umgestürzten Bäumen auf der Autobahn, wochenlangem Schulausfall, abgeschnittenen Ortschaften bis hin zur Lawinengefahr, weshalb ein Ort binnen einer halben Stunde komplett geräumt werden musste – und davon, wie es schließlich gelang die Schneekatastrophe zu bewältigen: „Ohne euch wäre es nicht gegangen. Unsere Kapazitäten waren am Ende“, sagte er ganz offen.

 

„Es war beeindruckend, wie so viele Feuerwehren aus unserem Landkreis gemeinsam ausgerückt sind – ich habe es selbst miterlebt, berichtete Hauner, der die Freisinger Feuerwache 1 in den Tagen der Hilfeleistung besuchte, um den Helfern eine gute Heimkehr zu wünschen. „Bis zu 50 Fahrzeuge sind noch in der Dunkelheit in der Kolonne abgefahren.“ Die Resonanz der Feuerwehren sei gewaltig gewesen, auch die übrige Bevölkerung des Landkreises habe mitgefiebert. Glücklicherweise kam bei dem Katastrophenfall niemand ernsthaft zu Schaden.

 

"Bestrebt, ein geeignetes Gelände für ein neues Katastrophenschutz- und Feuerwehrausbildungszentrum zu bekommen"

 

„Die erfolgreiche Hilfeleistung in Traunstein hat auch gezeigt, dass wir eine bestens ausgerüstete und ausgebildete Feuerwehr im Landkreis haben“, sagte Hauner und dankte den anwesenden Bürgermeistern für die Ausstattung der Wehren, die Aufgabe der Gemeinden ist. Doch auch der Landkreis trägt Sorge für überörtlich einsetzbare und für den Katastrophenschutz bestimmte Fahrzeuge und Gerätschaften.

 

„Der Landkreis ist bestrebt, ein geeignetes Gelände für ein neues Katastrophenschutz- und Feuerwehrausbildungszentrum zu bekommen“, sagte der Landrat. Aktuell sei ein Abrollbehälter Gefahrgut in der Beschaffung. Dieser werde den ABC-Zug ergänzen, der seinen Standort zwar in Eching hat, aber als wichtige Ausrüstung für die Bekämpfung von atomaren, biologischen und chemischen Gefahren im ganzen Landkreis dient. Geplant ist außerdem die Anschaffung eines ELW 1 (Einsatzleitwagen) für die Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter (UG-ÖEL) Nord. Die UG-ÖEL werde außerdem eine Drohne erhalten, das gut ausgelastete Feuerwehrausbildungszentrum in Zolling hat bereits einen weiteren Gerätewart.

 

„Die Bilanz für 2019 wird durch die Hilfeleistung nochmal wesentlich höher ausfallen“

 

Die im Vergleich zu 2017 stark gestiegene Einsatzbilanz des Jahres 2018 präsentierte Danner: 3.132-mal rückten die Landkreis-Feuerwehren aus. Insgesamt 51.373 Einsatzstunden leisteten so die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Und eines sei ganz sicher: „Die Bilanz für 2019 wird durch die Hilfeleistung nochmal wesentlich höher ausfallen.“ An den Feuerwehren dürfe „nicht gespart werden“, betonte Landtagsabgeordneter Benno Zierer in seinem Grußwort. Dennoch mahnte Danner an, dass die derzeitige Bezuschussung nicht mehr den gewachsenen Anforderungen an die Wehren und den heutigen Kosten der Ausrüstung entspräche.

 

Eine besondere Auszeichnung, das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold des Innenministers, überreichte Danner an dem Abend Kreisbrandinspektor Rudolf Schindler aus Marzling. Der Traunsteiner Kreisbrandrat Grundner richtete schließlich auch den Dank des Landrats Siegfried Walch aus, lud alle Helfer zur Feier am Traunsteiner Feuerwehrhaus am 4. Mai ein und sicherte dem Landkreis Freising gegenseitige Unterstützung zu. „Wenn es nötig ist, sind wir für euch genauso da, wie ihr für uns!“

 

Link: Bilder und Berichte zur Hilfeleistung für Traunstein - von Tag 1 bis Tag 5

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