Wirtschaft in der Region senkt die Prognose: Wachstum- und Investitionsdynamik nehmen ab / Aktuelle Geschäftslage sehr gut

Die Unternehmen in der Region sind mit gemischter Stimmung in das neue Jahr gestartet, seit Herbst ist der IHK-Konjunkturindex für diese Region um fünf Zähler auf 129 Punkte gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern in den Landkreisen Freising, Dachau, Ebersberg, Erding, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, Starnberg sowie in Stadt und Landkreis München. „Die Wirtschaft bleibt aber weiterhin in guter Verfassung. Es gibt keinen Grund zur Schwarzmalerei“, betont Otto Heinz, Sprecher des IHK-Forums Region München.


Dafür spricht, dass die Unternehmen weiterhin sehr zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage sind. 56 Prozent bezeichnen den Status Quo als „gut“, nur sieben Prozent als „schlecht“. „Die Auftragsbücher sind noch gut gefüllt“, fasst Heinz zusammen. Spürbar vorsichtiger wird nun aber in die Zukunft geblickt. „Die Wirtschaft wächst weiter, aber deutlich langsamer als in den letzten Monaten. 23 Prozent der Befragten rechnen mit einer Belebung der Geschäfte, elf Prozent mit einer Eintrübung. Gegenüber der letzten Befragung sind die Erwartungen im Saldo damit von 18 auf zwölf Punkte um ein Drittel gesunken“, so Heinz.


Sorgen bereiten den Unternehmen mit 53 Prozent weiterhin die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. „Internationale Faktoren wie der Brexit oder der Handelskonflikt zwischen den USA und China spielen natürlich eine große Rolle. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass es mit der hohen Bürokratie auch eine hausgemachte Wachstumsbremse gibt, bei der wir dringenden Handlungsbedarf haben. Bei dieser Aufgabe muss die Politik endlich ernst machen“, fordert Heinz. In der Risikobewertung deutlich nach oben geschossen sind außerdem die konjunkturellen Faktoren. 44 Prozent sehen in der nachlassenden Inlandsnachfrage ein Risiko, im Herbst lag der Wert hier noch bei 36 Prozent.


Vor diesem Hintergrund haben die Unternehmen ihre Investitionspläne nach unten geschraubt: Nur noch ein Viertel von ihnen möchte in den kommenden zwölf Monaten zusätzlich investieren, das ist der niedrigste Wert seit drei Jahren. Zehn Prozent planen Budgetkürzungen und zwölf Prozent wollen gänzlich verzichten. „Die Investitionstätigkeit wird damit spürbar an Schwung verlieren“, gibt der Unternehmer aus Moosburg zu bedenken.


Anders sieht es bei den Personalplänen aus. „Die Zeichen stehen weiter auf Expansion. Ein Viertel aller Unternehmen möchte zusätzliche Stellen schaffen, nur sieben Prozent plant einen Stellenabbau. Im Saldo ist das ein Plus von 18 Punkten – so hoch wie noch nie in den letzten acht Jahren“, erklärt Heinz. Ob alle Stellen besetzt werden, ist aber fraglich: Größtes Risiko bleibt für die Unternehmen der Fachkräftemangel: 60 Prozent und damit fast genauso viele wie im Herbst (59 Prozent) nennen den Engpass auf dem Arbeitsmarkt den als Gefahr.

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