Hilfe für Wohnen. Eine alternative Wohnform für Jung und Alt

Ein neues Angebot hält das Landratsamt Freising für Senioren und für junge Leute seit neuestem bereit: Wohnen für Hilfe. Mit Unterstützung der Behörde sollen Bedürfnisse der beiden Generationen in Einklang gebracht werden. Auf der einen Seite sind die Senioren, deren Kinder erwachsen, längst ausgezogen sind und deren Wohnung oder Haus inzwischen zu groß ist. Die sich vielleicht Unterstützung bei der Hausarbeit, beim Einkaufen oder bei der Gartenarbeit wünschen. Auf der anderen Seite gibt es viele junge Menschen, vor allem Studentinnen und Studenten, die händeringend nach einer Unterkunft suchen, die einigermaßen bezahlbar ist. Wohnen für Hilfe bringt beide zusammen. Junge Menschen erhalten kostengünstig Wohnraum im Haushalt von Seniorinnen und Senioren und unterstützen diese dafür im häuslichen (nicht im pflegerischen) Bereich. Beide Seiten profitieren davon gleichermaßen und erleben eine Bereicherung ihres sozialen Lebens als auch ihre Alltags.

Die zu erledigenden Aufgaben vereinbaren die Wohnpartner individuell miteinander, als Grundsatz sollte jedoch gelten: pro Quadratmeter Wohnfläche eine Stunde Hilfeleistungen im Monat. Wer also ein Zimmer von 15 qm vermietet, dem stehen 15 Stunden Hilfeleistung im Monat zu. Die Nebenkosten werden in der Regel in Form einer Pauschale vom neuen Untermieter bezahlt. Individuelle Vereinbarungen sind natürlich möglich.

Das Landratsamt hält eine Reihe von Unterstützungsangeboten für Interessierte bereit. Zunächst einmal kommt der zuständige Sachbearbeiter Martin Gerstenberger, persönlich zum gegenseitigen Kennenlernen zu Hause vorbei. Dabei wird in Ruhe abgeklärt, ob Wohnen für Hilfe wirklich das richtige Angebot ist. Gern ist er bereit, über weitere Unterstützungsmöglichkeiten in der häuslichen Versorgung zu informieren. Sollte das Interesse am Wohnen für Hilfe weiterhin bestehen, kümmert er sich um die Vermittlung der Wohnpartnerschaft und unterstützt beim Aushandeln der Vereinbarungen zwischen den Wohnpartnern. Natürlich ist er auch danach gern weiterhin Ansprechpartner für beide Parteien.

 

Wohnen für Hilfe wird bereits in vielen anderen Städten und auch international angeboten und erfolgreich durchgeführt. Die Idee, dies nun auch im Landkreis Freising umzusetzen, entstand im Rahmen der Ausarbeitung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts. Es ist ein weiterer Baustein, um das Wohnen in den eigenen vier Wänden so lange wie eben machbar zu ermöglichen.

 

Kontakt: Landratsamt Freising, Martin Gerstenberger, Tel.: 08161/600-486; martin.gerstenberger@kreis-fs.de

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