Integrationsbeauftragte: Förderbescheid übergeben

Seit 17. Februar arbeitet Nathalie von Pressentin als Integrationsbeauftragte im Landratsamt. Ihre Aufgabe: mithilfe eines landkreisweiten und überregionalen Netzwerkes und Konzeptes Herausforderungen und gesellschaftlichen Konflikten präventiv entgegen treten und den gegenseitigen Prozess der Akzeptanz und Toleranz fördern. Nun hat der Landkreis auch den offiziellen Förderbescheid bekommen.

 

Die Vernetzungsplattform für die Integration von Migranten ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt und wird zu 60 % aus  LEADER-Mitteln und zu 40 % aus Mitteln des Landkreises Freising finanziert. Den Förderbescheid übergab Dr. Hubert Linseisen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an Landrat Josef Hauner, Sachgebietsleiterin Barbara Weinmann und Nathalie von Pressentin.  230.000 Euro Zuschuss fließen  aus dem LEADER-Topf  in dieses Projekt. „Wir hoffen, dass wir damit unseren Beitrag dazu leisten können, diese Zukunftsaufgabe zu bewältigen“, sagte Linseisen.

 

Landrat Josef Hauner bedankte sich für die Unterstützung. „Wir waren sehr lange bemüht, diesen Bescheid zu bekommen. Ich hoffe, dass wir in diesen fünf Jahren viel Positives bewirken können.“ Die Integration sei ein „ganz wichtiges Thema“, gerade angesichts der vielen Flüchtlinge, die auch im Landkreis leben. Wobei Nathalie von Pressentin keineswegs nur für Asylbewerber zuständig ist. „Es geht um alle Migranten“, sagte die Integrationsbeauftragte. Vom Türken, der seit 30 Jahren in Deutschland lebt, bis hin zum Erasmus-Studenten. „Das Projekt ist sozusagen das Dach über dem Bereich Asyl“, ergänzte Hans-Hinrich Huss von der LAG Mittlere Isarregion, zuständig für LEADER-Anträge im Landkreis Freising.

 

In den ersten Wochen hat Nathalie von Pressentin schon einige Kontakte geknüpft und sich mit ihren Kollegen aus anderen bayerischen Landkreisen getroffen. „Der nächste Schritt geht demnächst in die Kommunen.“ Informationen über Aktivitäten in Vereinen, Kirchen und Organisationen sollen eingeholt und koordiniert werden. „Wir wollen zeigen: gelungene Integration passiert schon vor Ort“, sagte Sachgebietsleiterin Barbara Weinmann. „Es gibt schon Arbeitskreise im Bereich Integration. Man kann von funktionierenden Projekten profitieren – wenn man davon weiß“, so Pressentin.

 

„In diesem Bereich kann man Pionierarbeit leisten“, sagte Landrat Hauner. Laut Huss handelt es sich um ein „herausragend wichtiges Projekt“, das bei der Bewertung durch den Lenkungsausschuss LEADER 31 von 36 Punkten erhielt. Wichtig sei die Nachhaltigkeit, betonte Linseisen. Denn bei fünf Jahren soll es nicht bleiben. „Es ist schon als Dauerinstitution angedacht.“

Übergabe des Förderbescheids (v.l.): Hans-Hinrich Huss, Nathalie von Pressentin, Dr. Hubert Linseisen, Landrat Josef Hauner und Barbara Weinmann