Kein gefährlicher Abfall: Polystyrol-Hartschaumplatten (Styropor und Styrodur) dürfen vorerst wieder am Wertstoffhof abgegeben werden

Polystyrol-Hartschaumplatten (Styropor und Styrodur) werden zur Dämmung von Gebäuden eingesetzt. Styropor und Styrodur können das Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan, kurz HBCDD, enthalten. Aufgrund einer europäischen Verordnung wurden Dämmplatten aus Polystyrol ab 30.09.2016 als gefährlicher Abfall eingestuft. Damit verbunden waren Einschränkungen bei der Entsorgung, von denen hauptsächlich die betroffen waren, bei denen größere Mengen anfielen. Die im Haushalt üblicherweise anfallenden Kleinmengen konnte man nach wie vor über die Mülltonne entsorgen. Einschränkungen gab es auf den Wertstoffhöfen bei der Anlieferung der Hartschaumplatten. Hier durften im Restmüllcontainer maximal 0,3 m³ Styropor- oder Styrodurplatten enthalten sein.

 

Etwas komplizierter wurde die Entsorgung größerer Mengen, wie sie üblicherweise bei der Sanierung von Gebäuden anfallen. Nur eine Menge von 0,5 m³ von HBCDD-haltigen Dämmmaterialien durfte man dem Baumischabfall beigeben. Bei größeren Mengen war eine kostspielige separate Entsorgung notwendig.

 

Aufgrund einer Entscheidung der Bundesregierung wurde nun die Einstufung von Polystyrol-Dämmstoffen, die das Flammschutzmittel HBCDD enthalten, als gefährlicher Abfall befristet bis zum 31.12.2017 wieder aufgehoben. Das bedeutet, dass haushaltsübliche Mengen von Styropor und Styrodur wieder auf dem Wertstoffhof abgegeben werden können. Außerdem entfällt befristet bis zum 31.12.2017 die Trennpflicht auf den Baustellen. Polystyrol-Hartschaumplatten können bis zum Jahresende wieder gemeinsam mit den sonstigen Baustellenabfällen entsorgt werden.

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