Neues Netzwerk für die Integration

Zwei neue Angebote im Landkreis haben zum Ziel, die Integration von Migranten im Landkreis Freising zu verbessern: die Vernetzungsplattform für die Integration von Migranten und die Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte.

 

Vorbehaltlich der Zustimmung zur Leader-Förderung wird die Integrationsbeauftragte Nathalie von Pressentin zum nächstmöglichen Zeitpunkt damit beginnen, eine Bestandsaufnahme bereits existierender Initiativen im Landkreis Freising zu machen und ein Netzwerk mit vorhandenen Gremien und Fachstellen im Themenfeld Integration aufzubauen.

 

Dies geschieht in Zusammenarbeit mit allen Gemeinden im Landkreis Freising. „Integration findet vor Ort in den Gemeinden statt“, betonte Landrat Hauner bei der Vorstellung der neuen Projekte im Rahmen eines Pressegesprächs. „Vom Landratsamt aus wollen wir vernetzen, informieren und Unterstützung anbieten. Wir müssen auf jeden Fall verhindern, dass Parallelgesellschaften entstehen oder dass Migranten nur in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sein können“, formulierte der Landkreischef sein Anliegen, aus dem heraus er auch die Initiative ergriff, sich für diese Förderprogramme zu bewerben.

 

Die Vernetzungsplattform für die Integration von Migranten ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt und wird zu 60 % aus  Leader-Mitteln und zu 40 % aus Mitteln des Landkreises Freising finanziert.

 

Bildungsangebote für Migranten koordinieren

Die Kommunale Koordinierungsstelle der Bildungsangebote für Neuzugewanderte ist auf einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt und wird zu 100 % aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert. Projektkoordinator hierfür ist Dr. Jens Hornig, der auf die gute Ausgangssituation im Landkreis Freising verweist, nämlich eine sehr gute regionale Infrastruktur mit Anbindung an den Großraum München, gute Wirtschaftsdaten, gute Chancen auf Arbeit und Bildung, hohes Engagement für Asylbewerber durch Ehrenamtliche, die Ehrenamtskoordinatorin im Landratsamt und – seit neuestem – die Teilnahme des Landkreises an der Bildungsregion.

 

„Die Bildungslandschaft im Landkreis Freising ist breit gefächert und vielschichtig. Sie reicht von frühkindlichen Angeboten über eine hervorragende Schul- und Hochschullandschaft bis hin zu vielen Initiativen wie die Volkshochschulen und vieles andere mehr.“ Es ist aber nicht immer leicht, die Orientierung zu behalten. Die Bestandsaufnahme, die Erfassung des Bedarfs, ggf. die Entwicklung von geeigneten Maßnahmen und die Vernetzung aller Akteure stehen auch beim Bildungskoordinator im Fokus. Ebenso wie seine Kollegin von Pressentin wird Hornig keine Einzelberatung vornehmen.

 

Integration: gleichberechtigte Teilhabe von Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen

In den letzten fünf Jahren ist die Zahl von Mitbürgern ohne deutschen Pass um über 13 000 Personen angestiegen. „Hieran sieht man, dass Migration eine wichtige Rolle innerhalb der Bevölkerung spielt, nicht erst seit der Flüchtlingswelle im Jahr 2015“, zeigt Nathalie von Pressentin auf. Die beiden neuen Angebote sollen alle Migranten erreichen - vom anerkannten Flüchtling bis hin zum Studenten aus dem Ausland.

 

„Integration bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Mein Ziel ist es, mithilfe eines landkreisweiten Netzwerkes und Konzeptes Herausforderungen und gesellschaftlichen Konflikten präventiv entgegenzutreten und den gegenseitigen Prozess der Akzeptanz und Toleranz zu fördern“, umreißt die künftige Integrationsbeauftragte ihre Ziele. Sie will ebenso wie ihr Kollege Hornig den gemeinsamen Dialog und interkulturellen Öffnungsprozess auf beiden Seiten der Gesellschaft unterstützen und auf diese Weise helfen, eine Brücke zwischen den Mitbürgern mit Migrationshintergrund und der Bevölkerung im Landkreis zu bauen.

Landrat Josef Hauner (2. v. r.) und Projektleiterin Barbara Weinman (r.) stellen die künftige Integrationsbeauftragte des Landkreises Freising, Nathalie von Pressentin (2. v. l.) und den Bildungskoordinator für Migranten, Dr. Jens Hornig (l.) vor.

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