Preisträger des Wettbewerbs „Gute Baugestaltung“ ausgezeichnet

Landrat Josef Hauner (v.l.), Architekt Johannes Dentele, Bauherr Martin Schäffler, Architektin Kerstin Dantele sowie Kreisbaumeisterin Antonia Seubert

Landrat Josef Hauner (v.l.), Architekt Sebastian Habermeyer, die Bauherren Sonja und Rainer Breitsamer sowie Kreisbaumeisterin Antonia Seubert

Landrat Josef Hauner (v.r.), Kreisbaumeisterin Antonia Seubert, Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher als Bauherr, Architekten Michael Deppisch und Johannes Dentele

Landrat Josef Hauner (v.r.), Kreisbaumeisterin Antonia Seubert, die Bauherren Monika Stark-Sittard und Michael Sittard, Architekt Dominikus Stark

Kreisbaumeisterin Antonia Seubert (v.l.), Bauherrin und Architektin Ingrid Hartert-Müller, Bauherr Benno Müller sowie Landrat Josef Hauner

Kreisbaumeisterin Antonia Seubert (v.l.), die Architekten Martin Goldbrunner und Sebastian Hrycyk, Bauherrin Ines Föhringer und Landrat Josef Hauner

Kreisbaumeisterin Antonia Seubert (v.l.), die Architekten Johannes Dantele, Michael Deppisch und Julia Büchs, die Bauherren Ingeborg und Siegmund Braun sowie Landrat Josef Hauner

Herausragende Beispiele für qualitätsbewusstes Bauen im Landkreis Freising sind am Montag, 25. Januar, prämiert worden. Landratsamt und Kreishandwerkerschaft Freising hatten den Wettbewerb „Gute Baugestaltung“ ausgelobt. „Wir wollen Anregungen für zukünftiges Bauen geben und Projekte würdigen, die eine Vorbildwirkung haben können“, sagte Landrat Josef Hauner bei der Preisverleihung im Großen Sitzungssaal des Landratsamts. Mehr als 50 Vorschläge waren eingereicht worden. „Das zeugt von großem Gestaltungswillen“, so Hauner. „Wir können stolz sein, dass solche Projekte hier im Landkreis Freising umgesetzt werden.“

 

„Architektur geht uns alle an. Wie sich der Landkreis Freising entwickelt und welches Gesicht unsere Heimat in Zukunft hat, liegt in allen unseren Händen“, sagte Kreisbaumeisterin Antonia Seubert. Gerade im Hinblick auf erhöhten Siedlungsdruck und rasanten Flächenverbrauch gelte es, qualitativ hochwertige Gebäude zu entwerfen, die sich mit der Umgebung auseinandersetzen und „bezüglich Architektursprache und Materialität eine adäquate Antwort geben“. Im Wettbewerb würden Bauwerke prämiert, die „einen wertvollen Beitrag zur Baukultur“ leisten. „Auf diese Auszeichnung können Sie alle stolz sein“, sagte Kreishandwerksmeister Martin Reiter zu den Bauherrn, Architekten und Handwerkern.

Eine sechsköpfige Fachjury hatte aus den über 50 Projekten die Sieger ausgewählt. Prämierungskriterien waren das Einfügen in die Umgebung, die gestalterische und handwerkliche Ausführung sowie die funktionale, wirtschaftliche und energetische Qualität des Baus. In sieben Kategorien wurden Preise vergeben: Einfamilienhaus, Hausgruppe, Gewerbe und öffentliches Gebäude. Außerdem gab es zwei Sonderpreise Energie – „ein konkretes Ergebnis des Landkreisentwicklungskonzeptes“, sagte Landrat Hauner. Ein Gebäude gefiel den Jurymitgliedern so gut, dass sie es unbedingt prämieren wollten. „Aber es hat in keine Kategorie gepasst, darum haben wir eine eigene Kategorie geschaffen“, erzählte Kreisbaumeisterin Seubert.

 

Für ihr „Haus mit den guten Eigenschaften“ erhielten Ingeborg und Siegmund Braun aus Freising sowie deren Architektenbüro Deppisch deshalb einen Extra-Sonderpreis. Das Wohnhaus füge sich städtebaulich unauffällig in die bebaute Umgebung ein, nehme die Topographie auf und spiele sich trotz klarer und moderner Architektursprache nicht auf, sagte Seubert aus Sicht der Jury. Es sei ein „gelungenes Beispiel für Nachverdichtung im kleinen Maßstab“.

 

Der Preis in der Kategorie „Einfamilienhaus“ ging an die Bauherrn Katrin und Martin Schäffler aus Kranzberg und das Architekturbüro Dantele. Das prämierte Haus stehe wie die klassischen landwirtschaftlichen Gebäude „giebelseitig zur Dorfstraße“, sagte die Kreisbaumeisterin. Es sei ein „vorbildhaftes Beispiel für angemessenes Bauen auf dem Lande“.

 

Eine Kleinsiedlung in Freising, bestehend aus zwei Einfamilienhäusern und einem Zweifamilienhaus, hat sich in der Kategorie „Hausgruppe“ durchgesetzt. Prämiert wurden die Bauherren Sonja und Rainer Breitsamer sowie die Architekturwerkstatt Gmeiner-Habermeyer-Huber. Den Preis im Bereich „Öffentliche Gebäude“ erhielten die Stadt Freising und Deppisch Architekten für die Feuerwache in Pulling. In der Kategorie „Gewerbe“ gewann das Projekt der ESRI Deutschland Group in Kranzberg. „Das war das Haus, das wir in der Jury am allerschönsten fanden“, sagte Antonia Seubert. Geplant hatte es die Dominikus Stark Architekten GmbH.

 

Das mehrfach um-, an- und ausgebaute Sommer- und Gartenhaus der Hochstiftsdignitäre in Freising bekam den Sonderpreis „Energie im Bestand“. Das schwer geschädigte, jedoch unter Denkmalschutz stehende Gebäude erhielt durch eine umsichtige Sanierung und umfassende Instandsetzung seinen einstigen Glanz zurück. Aus Sicht der Jury hebe es sich zudem hinsichtlich des Umgangs von bestehender Bausubstanz in Bezug auf Einsparung von Energie hervor.

 

Der Sonderpreis „Energie Neubau“ ging an die Kinderkrippe „Sonnenkäfer“ in Moosburg. Bauherrin war Ines Föhringer, geplant hatte die Krippe das Architekturbüro Goldbrunner + Hrycyk aus München. Das Holzhaus in Passivhausbauweise vereine die Verwendung von nachhaltigen Materialien mit einem ausgeklügelten energetischen Konzept und einer sehr kurzen Bauzeit in einer „qualitätvollen und gelungenen Architektur“, so die Jury.

 

Die prämierten Arbeiten können noch bis 22.02.16 im Landratsamt (Bauamt, 1. Stock Altbau) besichtigt werden, anschließend erfolgt eine Wanderausstellung im Landkreis (genaue Termine werden noch bekannt gegeben).

 

Die Preisträger im Einzelnen