Richtfest für Realschule Freising 2: Jetzt fehlt nur noch ein Name

Die Richtkrone wurde auf das Dach gehoben

Zum Richtfest gehört eine kleine Brotzeit

Schülerinnen und Schüler begleiteten den Festakt musikalisch

Den Richtspruch gab es von Zimmerer Johann Siebler zu hören

Ein imposanter Bau ist die neue Realschule

Passanten konnten in den vergangenen Monaten bereits verfolgen, welch imposanter Bau da direkt neben der Montessori-Schule empor wächst. Im Freisinger Stadtteil Lerchenfeld entsteht derzeit eine neue Realschule. Einen Namen gibt es noch nicht, aber immerhin konnte am Dienstag (17. Januar) nur neun Monate nach dem ersten Spatenstich Richtfest gefeiert werden.

 

„Ich kann gar nicht glauben, was man in einem Dreivierteljahr alles hinstellen kann“, sagte Landrat Josef Hauner bei einer kleinen Feierstunde, für die angesichts der Temperaturen extra ein Raum im Rohbau abgedichtet und beheizt worden war. Das Richtfest sei ein „Riesenschritt zur Verwirklichung einer tollen neuen Schule“. Helmut Grepmair vom Projektsteuerungsbüro Stein und Partner sprach von einem „Meilenstein“.

 

Landrat Hauner blickte zunächst zurück auf die Planungen. Den Grundsatzbeschluss zum Bau einer vierten Realschule im Landkreis Freising fällte der Kreistag im März 2012. Die Genehmigung vom Kultusministerium kam im Dezember 2012, ein halbes Jahr später entschied sich der Kreistag für den Standort Gute Änger. Nachdem das Planungsteam zusammengestellt war, beschloss das Gremium im Oktober 2015 die Entwurfsplanung, im April 2016 erfolgte der erste Spatenstich.

 

„Hier entsteht nun ein optisch ansprechendes Gebäude, das hervorragend zum Lehren und Lernen geeignet ist“, so Hauner. Es wird 24 Klassenräume und Platz für rund 650 Schülerinnen und Schüler bieten. „Das Konzept läuft keinen Modeerscheinungen hinterher. Sondern es bietet die Möglichkeit, in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auf neue pädagogische Anforderungen flexibel zu reagieren.“

 

44 Millionen Euro Gesamtkosten sind für den Bau eingeplant. Es ist erfreulich, dass wir bisher im Kostenrahmen liegen und sogar etwas Spielraum haben“, so Hauner. Grepmair präzisierte die Zahl: „Wir haben aktuell einen ganz guten Kostenpuffer in Höhe von 2,9 Millionen Euro.“ Man stehe so gut da, weil es „einen guten Bauherrn“ gebe, der weiß was er will, sowie ein funktionierendes Planungsteam und „vor allem gute Handwerker“.

 

Während an der Straße Gute Änger gebaut wird, werden an der Erdinger Straße schon Schüler der neuen Realschule unterrichtet. Dort hatten Stadt und Landkreis gemeinsam eine Interimsschule geschaffen. Landrat Hauner bedankte sich bei der Stadt Freising für die vorbildliche Zusammenarbeit. Etwa 2,5 Millionen Euro hat der Landkreis für die Raumcontaineranlage ausgegeben und auch für die laufenden Kosten kommt der Landkreis auf. Die Schule war unter der Sachaufwandsträgerschaft der Stadt gestartet, ist aber im Sommer 2016 an den Landkreis übergeben worden. „Ich habe von dort noch keine einzige Beschwerde bekommen. Das ist ein Zeichen dafür, dass sich die Schüler wohlfühlen“, sagte Hauner.

 

Das werden sie sicher auch in dem neuen Gebäude, so der Landrat. Dem konnte Schulleiterin Andrea Weigl nur beipflichten: „Wow! Das ist beeindruckender Bau. Ich freue mich schon jetzt auf die bereits spürbare Atmosphäre.“ Es sei Motivation und Auftrag, „dieses tolle Haus mit Leben zu füllen“. Den Ausführenden sprach die Schulleiterin ebenso wie Hauner und Eschenbacher ihren großen Respekt aus. „Sie können stolz auf dieses Gebäude sein.“

 

Zimmerer Johann Siebler sprach den Richtspruch vom Gerüst: „Wir bitten Gott, der in Gefahren uns allezeit so treu bewahrt, er möge dieses Bauwerk hier bewahren vor Not und Schaden aller Art.“ Somit hat die Schule ihr Richtfest überstanden, die Scherben des zerborstenen Glases sollen Glück bringen. „Jetzt fehlt nur noch ein Name“, sagte der Landrat. „Aber dafür haben wir jetzt noch eineinhalb Jahre Zeit.“