Symbolischer Schlüssel übergeben: Realschule Au offiziell eingeweiht

Die Freude war groß: Mit einer Feier in der Aula wurde am Dienstag, 21. November, die Realschule in Au eingeweiht. Architekt Winfried Nagel überreichte den symbolischen Schlüssel aus Breznteig an Landrat Josef Hauner. Die Begeisterung über das, was im Rahmen des Umbaus der ehemaligen Mittelschule zur Realschule geschaffen worden war, war spürbar. Schon jetzt sei ein wunderbares Schulgebäude entstanden, das architektonischen, funktionellen und qualitativen Ansprüchen genügt, sagte Hauner. „Und wenn in zwei Jahren der Erweiterungsbau fertig ist, dann haben wir hier ein Leuchtturmprojekt.“

 

Die Realschule Au ist die erste Schule in Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises, die nicht in einem Ort entlang der Bahnlinie steht. „Es ist uns ein großes Anliegen, gleichwertige Lebensbedingungen im gesamten Landkreis zu schaffen“, sagte der Landrat. Auch in den ländlichen Gebieten. Aus der Überzeugung heraus, dass Bildung dafür ein sehr wichtiger Mosaikstein ist, habe man sich seinerzeit auf den Weg gemacht, in der Hallertau eine Realschule zu bauen. „Heute ist ein Freudentag“, jubilierte der Auer Bürgermeister bei der Einweihungsfeier.

 

Lichtdurchflutet und für die Zukunft ausgerüstet

Zwei Besonderheiten machen die neue Realschule in der Hallertau aus. Da sind zunächst  die lichtdurchfluteten Räume. „Vom Dunkel ins Licht“, sagte der Landrat, der sich noch gut an die frühere Haupt-, spätere Mittelschule erinnern kann, schließlich sei er als Schulamtsleiter des Öfteren hier gewesen. „Jetzt findet man sich hier in einer ganz freundlichen Umgebung wieder.“ Ministerialbeauftragter Wilhelm Kürzeder sagte dazu: „Hier ist eine Atmosphäre, die einem das Herz aufgehen lässt.“ Schulleiterin Kerstin Liese sprach von einer „Meisterleistung der Architekten“. Highlight des Hauses seien die Räume für moderne Unterrichtsgestaltung. Diese verglasten Zimmer seien ausdrücklicher Wunsch der Schule gewesen. „Vielen Dank!“

 

Außerdem sind in allen Klassen- und Fachräumen interaktive Screens installiert. „Kreide und Schwamm haben im Unterricht ausgedient“, sagte Architekt Nagel. Die Realschule Au sei die erste Schule in seinem Zuständigkeitsbereich, die derart gut ausgestattet ist, betonte der Ministerialbeauftragte. „Hier hat man weitsichtig gedacht und Zukunft gebaut.“ Um die Kinder in das Thema Digitalisierung einzubeziehen, habe man das Fach Medienerziehung in der 5. Klasse eingeführt, sagte Schulleiterin Liese.

 

126 Kinder erfüllen das Haus mit Leben

Im März 2013 hatte der Kreistag beschlossen, eine zweizügige Realschule in Au zu errichten. „Ich will nicht verhehlen, dass es durchaus Diskussionen gab“, sagte Landrat Hauner in seinem Rückblick. Im November 2014 genehmigte das Kultusministerium den Antrag, ein Jahr später wurde festgelegt, dass die Schule zum Schuljahr 2016/17 an den Start gehen soll. Der Markt Au stellte daraufhin auf eigene Kosten eine Interims-Containeranlage zur Verfügung, so dass die ersten zwei Klassen mit 61 Schülerinnen und Schülern im September 2016 darin unterrichtet werden konnten. „Das ist ein gutes Zeichen für die partnerschaftliche Zusammenarbeit, die während der gesamten Bauzeit geherrscht hat“, so Hauner. Am 12. September 2017 zogen 126 Schülerinnen und Schüler in zwei 5. und wie 6. Klassen ein.

 

„Und die haben ihre neue Schule „vom ersten Tag an mit Leben gefüllt“, sagte Liese. Es sei wunderbar gewesen, „die staunenden Augen von Kindern und Eltern zu erleben“, als sie das „nicht mehr wiederzuerkennende“ Gebäude gesehen hätten. „Leere Räume wären langweilig“, sagte Pfarrerin Sophie Schuster, die zusammen mit Pfarrer Berthold Heller die Segnung übernahm. „Die Kinder sind das Salz in der Suppe.“

Bürgerservice Kontakt

Kontakt
Sie können uns Ihre Fragen, Wünsche, Anregungen oder Beschwerden mitteilen. Wir werden diese umgehend bearbeiten und Sie darüber informieren, wie es weiter geht.

Bürgerhilfsstelle