Talkrunde bei der Messe Moosburg 2017

Sechs Vertreter aus Politik und Wirtschaft saßen mit Moderatorin Verena Maier auf dem Podium

Landrat Josef Hauner im Bild

Der Landrat im Gespräch der Moderatorin

Einige Zuschauer saßen vor der Bühne und lauschten der Diskussion über Moosburg

Mit einer Talkrunde über das Leben und die Wirtschaft in Moosburg wurde heuer die Messe Moosburg (Memo) eröffnet. An der Diskussion mit der Isar-TV-Moderatorin Verena Maier beteiligte sich unter anderem auch Landrat Josef Hauner. Mit auf dem Podium saßen Bürgermeisterin Anita Meinelt und Bundestagsabgeordneter Erich Irlstorfer sowie Vertreter aus der Moosburger Geschäftswelt: Bernd Tüshaus, früherer Geschäftsführer von Jungheinrich, Kreishandwerksmeister Martin Reiter und Gabriele Hofmeister vom gleichnamigen Käsewerk.

 

Moosburg sei eine „historisch gewachsene Stadt“, in der im schulischen, sportlichen und kulturellen Bereich einiges geboten sei, sagte Landrat Hauner. „Moosburg ist die Perle des Freisinger Ostens“, pries der Landkreischef die Dreirosenstadt. „Moosburg hat Flair und Charme“, betonte Bürgermeisterin Meinelt. „Hier ist die Basis. Da bin i dahoam“, meinte Hofmeister. Tüshaus wollte damals aus beruflichen Gründen eigentlich nur ein Jahr bleiben. Die Stadt „und eine tolle Frau“ hätten ihn jedoch gehalten, mittlerweile lebe er seit 38 Jahren hier.

 

Eine attraktive Wohnlage mit guter verkehrlicher Anbindung, verschiedene Schularten, Freizeit- und Sportangebote – das alles seien „weiche Standortfaktoren“, die in Moosburg vorhanden seien, priesen die Teilnehmer. Auch in Sachen Arbeits- und Ausbildungsplätze werde einiges getan. Allen voran auch durch die Ausbildungsoffensive Freising. „Wir sind auch die größte MINT-Region in Deutschland“, betonte Erich Irlstorfer, Vorsitzender der Ausbildungsoffensive. „Ich könnte mir auch jederzeit vorstellen, hier eine Kinder- und Jugenduniversität zu installieren.“

 

Etwas Salz in die Suppe streute Gabriele Hofmeister. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlten sich sehr wohl hier –  in dieser „tollen Stadt mit Geschichte und Industrie“. „Aber ein bisserl mehr Restaurants und Nachtleben wären schon gut.“ Immer wieder stehen Läden in der Innenstadt leer, hier könne die Stadt jedoch „nur unterstützen und Kontakte herstellen“, so Meinelt. Um mehr Menschen in die Geschäfte zu ziehen, appellierte Meinelt an die Inhaber, möglichst die Öffnungszeiten anzugleichen.  Der Landkreis bemühe sich stets, die Lebens- und Arbeitsbedingungen gut zu gestalten, so dass sich Familien und Geschäftsleute gerne ansiedeln, fügte Hauner hinzu.

 

Auch die aktuelle Baustelle auf der Autobahn A92 war Thema der Runde. Aus den Worten der Unternehmer war zu entnehmen, dass die Zulieferungen durch die Behinderungen nicht einfacher werden. Der Bau sei allerdings „notwendig, um die auch für Moosburg wichtige Lebensader zu erhalten“, sagte Irlstorfer. Auch Hauner betonte den schlechten Zustand der Autobahn. „Aber es dauert schon sehr lang“, zeigte er Verständnis.

 

Für Tüshaus sind die Autobahn und auch der Flughafen „extrem wichtig für produzierendes Gewerbe“. Daher setze man auch auf „gute Zusammenarbeit“ mit dem Airport im Erdinger Moos, sagte der Landrat. Er warf aber auch, ebenso wie Hofmeister, die Frage auf, wo die 15.000 bis 17.000 Menschen wohnen sollen, die einen Arbeitsplatz am Flughafen bekommen werden, falls eine dritte Startbahn gebaut wird. Daher bleibe man bei der ablehnenden Haltung dem Projekt gegenüber.