Vom Kloster zur modernen Kreisbehörde: Tag der offenen Tür am Landratsamt sehr gut besucht

Die Führungen durch das Haus wurden gut angenommen

Nur einer von zehn Musikbeiträgen: der Gospelchor "freysing larks"

Zahlreiche Besucher säumten das Gelände

An den Ständen und Tafeln der Sachgebiete konnte man sich über deren Aufgaben informieren

Nicht nur bei Kindern beliebt: eine Rundfahrt mit der Bockerlbahn

Kloster, Kaserne, Tuchfabrik, Landratsamt: Das Gebäude in Neustift hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Seit nunmehr 30 Jahren ist es Sitz der Landkreisverwaltung. Grund genug, dieses Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür standesgemäß zu feiern. Und den ließen sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nicht entgehen. Auf dem gesamten Gelände wuselte es, Familien mit Kindern ließen sich im Klostergarten unterhalten, andere warfen einen Blick ins Büro des Landrats oder in den ehrwürdigen Großen Sitzungssaal.

 

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„Wir sind eine moderne Dienstleistungsbehörde, die dafür sorgt, dass unser aller Alltag reibungslos verläuft“, sagte Landrat Josef Hauner bei der Eröffnung. Auf fünf verschiedene Standorte in der Stadt Freising waren die einzelnen Abteilungen verteilt, ehe sie 1986 im ehemaligen Kloster Neustift zusammengeführt wurden. „Heute wollen wir der Bevölkerung die Möglichkeit geben, sich über die Vielfalt unserer Aufgaben zu informieren.“

 

Sachgebiete präsentieren sich und ihre Aufgaben

Und diese Gelegenheit nutzten viele. Sie konnten einen ausgestopften Biber und Krokodilköpfe anschauen, die sich die Naturschutzbehörde vom Zollamt ausgeliehen hatte, sich beim Gesundheitsamt über Impfungen informieren, aktuelle Baumaßnahmen von Hoch- und Tiefbau bestaunen oder auf der Weltkarte alle Länder erkunden, aus denen ausländische Mitbürger stammen (Ausländeramt). Nebenbei erhielten sie auch gleich die Antworten für das Preisrätsel. Drei junge Damen hatten das Glück aus dem Lostopf um Praktikumsplätze gezogen zu werden, die die Auszubildenden des Landratsamts verlosten.

 

Großer Beliebtheit erfreuten sich die Führungen durch das Landratsamt. Eine davon übernahm aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls Landrat Hauner persönlich und durfte an die 70 Besucher durch sein Haus geleiten. Beim Blick in die Klosterbibliothek sagte eine begeisterte Besucherin: „Da sieht man mal, welche architektonischen Schätze wir im Landkreis haben.“ Auch der Große Sitzungssaal, das Büro des Landrats und die frisch renovierte Pfarrkirche St. Peter und Paul wollten viele Bürger sehen.

 

Buntes Rahmenprogramm

Weil das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte, war auch in den Innenhöfen einiges geboten. Dazu trugen natürlich auch die tollen Beiträge der zehn Musikgruppen bei, die über den ganzen Tag verteilt ihre Klänge durch das Areal hallen ließen – von Blasmusik der Holledauer Hopfareisser über türkische Volksmusik bis hin zu brasilianischen Rhythmen von „Safado – street groove“. Dazu eine Brotzeit vom Metzger oder eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen. Da konnte man es aushalten. „Sehr vielseitig und sehr eindrucksvoll“, nannte Ortrun Kalb das Rahmenprogramm. Zusammen mit ihrem Sohn hatte sie schon den ganzen Tag beim Landratsamt verbracht. Ebenso wie Elizabeth Osaro. „Ich habe nicht gedacht, dass wir so lange bleiben.“ Aber es habe „so viele Beschäftigungen für die Kinder“ gegeben.

 

Die kleinen Gäste waren in der Tat gut versorgt, besonders im Klostergarten. Die einen vergnügten sich in der Hüpfburg und probierten die Pedalos aus, die das Jugendamt anbot. Andere ließen sich Tiger, Schmetterlinge oder Flugzeuge ins Gesicht schminken oder zeigten ihr Können beim Probespritzen der Jugendfeuerwehr. Wieder andere fühlten die Felle der Tiere im Wildlandmobil des Jagdschutz- und Jägervereins Freising oder bestaunten, wie ein Grabungstechniker Pfeilspitzen und Faustkeile herstellte. Nicht nur bei den Kindern, sondern bei allen Besuchern ein Hit war die Fahrt mit der Bockerlbahn, die stets gut gefüllt ihre Runden drehte.