Zahlreiche Verbesserungen im bayerischen Regional- und S-Bahnverkehr

Wie jedes Jahr wurden am zweiten Samstag im Dezember in der gesamten EU die Fahrpläne umgestellt. Neben verschiedenen Änderungen wurde im Münchner S-Bahn-Netz, zwischen Landshut und München sowie im grenzüberschreitenden Verkehr nach Prag das Angebot verbessert. Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann: „Bahnfahren in Bayern ist attraktiv. Wir sorgen dafür, dass durch ein gutes Angebot mehr Reisende von der Straße auf die Schiene wechseln. Mit dem größten Fahrplanwechsel in der Geschichte des deutschen Bahnverkehrs brach am 10. Dezember nun für die Bahnreisenden im Freistaat ein neues Zeitalter an.“

 

Mehr Züge zwischen Landshut und München

Für die bessere Anbindung des Münchner Nordens verkehren drei zusätzliche Regionalzugpaare im Berufsverkehr zwischen Landshut und München mit Halt in Moosach und Feldmoching (Umsteigemöglichkeit zur U-Bahn) und stellen somit einen durchgehenden Stundenrhythmus stadteinwärts zwischen 6 und 9 Uhr sowie stadtauswärts zwischen 15 und 20 Uhr her.

 

Beim Donau-Isar-Express können durch den neuen exakten Stundentakt bei den Zügen von München in Richtung Passau drei zusätzliche Halte in Moosburg gegen 8, 11 und 17 Uhr realisiert werden. Außerdem können nun alle Züge die Stationen Wörth (Isar) und Wallersdorf bedienen. Der Regionalexpress Richtung Regensburg ab München Hbf um 16:42 Uhr verkehrt künftig 20 Minuten später und hält zusätzlich in Moosach. Der Regionalexpress ab München Hbf um 17:24 Uhr in Richtung Passau hält künftig nicht mehr in Moosach.

 

Alex: Im Zweistundentakt von der Isar an die Saale und an die Moldau

 

Nachdem sich die Länderbahn erneut in einem Wettbewerbsverfahren durchsetzen konnte, startete das Unternehmen mit dem Markennamen Alex am 10. Dezember 2017 in eine neue Vertragsperiode. Vor allem auf der Linie München – Regensburg – Hof / Prag gibt es erhebliche Verbesserungen im Angebot. Auf dem Alex-Südabschnitt München – Kempten – Lindau / Oberstdorf wird das bisherige Zugangebot im Wesentlichen unverändert fortgeführt.

 

Die Züge im Zweistundentakt zwischen München und Hof bzw. Prag verkehren künftig im Abschnitt München – Schwandorf vereinigt. Damit kann die in diesem Abschnitt höhere Fahrgastnachfrage optimal bedient werden. Auch von Hof, Marktredwitz und Weiden gibt es neue durchgehende Züge bis München, so dass Fahrgäste in Richtung Landeshauptstadt nicht mehr umsteigen müssen. Von München nach Weiden und nach Marktredwitz bietet der neue Fahrplan neun Direktverbindungen je Werktag, nach Hof acht statt heute sechs.

 

Die Anzahl der Zugverbindungen zwischen München und Prag wird im Rahmen dieses Flügelzugkonzepts in Kooperation mit Tschechien von derzeit vier auf künftig sieben Zugpaare am Tag ausgebaut. Zwischen München und Prag sind Reisende künftig rund fünf Stunden und 45 Minuten unterwegs, das entspricht einer Zeitersparnis von bis zu 15 Minuten. Weitere Beschleunigungen sind mit Fertigstellung der tschechischen Neubaustrecke Pilsen – Rokycany voraussichtlich Ende 2018 zu erwarten.

 

S-Bahn München: Linientausch und Taktverbesserungen

Die Linien S 4 und S 6 auf dem Ostast Richtung Ebersberg werden getauscht. Künftig fahren die S-Bahnen der Linie S 6 von Tutzing nach Grafing Bahnhof beziehungsweise Ebersberg. Das führt zusammen mit den Regionalzügen der Südostbayernbahn nach Wasserburg zu einem ganztägigen 20-Minuten-Rhythmus zwischen Grafing Bahnhof und Ebersberg. Die S 4 von Geltendorf endet in Trudering, mit zeitweiser Verlängerung nach Zorneding, Grafing Bahnhof beziehungsweise Ebersberg.

 

Dadurch hält in Trudering von frühmorgens bis 22 Uhr etwa alle 10 Minuten eine S-Bahn. Auch an den Stationen Leuchtenbergring und Berg am Laim ergibt sich damit ein dichterer Takt. Lediglich von Montag bis Freitag zur Mittagszeit bleibt es auf dem Streckenabschnitt zwischen Ostbahnhof und Trudering beim aktuellen Fahrplan und dementsprechend bei einem 20-Minuten-Takt nach Trudering. Der Grund dafür sind die Fahrpläne der Buslinien des Schülerverkehrs im Landkreis Ebersberg, die auf den aktuellen Takt der S4 abgestimmt sind. In der Mittagszeit fährt deshalb weiterhin die S4 von Geltendorf nach Ebersberg und die S6 aus Tutzing endet am Ostbahnhof.

 

Auf vier Außenästen wird künftig der Takt an Werktagen zwischen circa 14 und 15.30 Uhr verdichtet. Davon profitieren Fahrgäste der S 2 zwischen Dachau und Petershausen sowie zwischen Markt Schwaben und Erding, der S 3 zwischen Maisach und Mammendorf sowie der S 6 zwischen Starnberg und Tutzing.

Bürgerservice Kontakt

Kontakt
Sie können uns Ihre Fragen, Wünsche, Anregungen oder Beschwerden mitteilen. Wir werden diese umgehend bearbeiten und Sie darüber informieren, wie es weiter geht.

Bürgerhilfsstelle