Vernetzungsplattform für die Integration von Migranten

Migration spielt seit langem eine wichtige Rolle innerhalb der Bevölkerung, nicht erst seit der Flüchtlingswelle im Jahr 2015, auch im Landkreis Freising. Die sich daraus ergebende Notwendigkeit der Integration von Menschen anderer Herkunft ist so zu einer aktuellen und auch zukünftig prägenden Herausforderung geworden.

Integration ist ein sehr weites Wort, das viele Definitionen hat. An dieser Stelle bedeutet Integration primär die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Derzeit ist der Landkreis Freising eine Heimat für 173.225 Bürgerinnen und Bürgern (Stand: 31.12.2015). Die Zahl der im Landkreis lebenden Ausländer ist in den vergangenen fünf Jahren um 14.000 auf rund 34.000 Personen angestiegen. Die meisten stammen aus der Türkei, Rumänien, Ungarn und Polen.


Ziel

Ziel ist es, mithilfe eines landkreisweiten und überregionalen Netzwerkes und Konzeptes Herausforderungen und gesellschaftlichen Konflikten präventiv entgegen zu treten und den gegenseitigen Prozess der Akzeptanz und Toleranz zu fördern.

Die Integrationsbeauftragte unterstützt den gemeinsamen Dialog und interkulturellen Öffnungsprozess auf beiden Seiten der Gesellschaft und hilft auf diese Weise, eine Brücke zwischen den Mitbürgern mit Migrationshintergrund und der ansässigen Bevölkerung im Landkreis zu bauen.


Aufgaben

Die Integrationsbeauftragte setzt sich im Interesse der MigrantInnen aktiv für gut funktionierende Integrationsmaßnahmen ein.

Zu Beginn liegt der Fokus auf der Bestandsaufnahme bereits existierender Initiativen im Landkreis Freising, um den Profit aller Seiten in der Gesellschaft sicherstellen zu können. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit allen Gemeinden im Landkreis Freising. Es wird ein Netzwerk mit vorhandenen Gremien und Fachstellen im Themenfeld Integration aufgebaut, um beispielsweise den Austausch von Best-Practice-Beispielen innerhalb des Landkreises auszubauen.

 

Die Zusammenarbeit mit dem Kooperationsprojekt Dachau im Rahmen des Leader-Projektes schafft ein landkreisübergreifendes Netzwerk.

 

Nach der Bestandsaufnahme kann der Bedarf innerhalb der Integrationsangebote im Landkreis Freising festgestellt werden. Hierzu wird im Interesse der Betroffenen und der gesamten Gesellschaft ein Konzept zur Förderung der Integration im Landkreis entwickelt. Es ist vorgesehen, ein Netzwerk einzurichten, um den Erfahrungsaustausch nachhaltig aufrecht zu halten und zu fördern. Des Weiteren werden notwendige und bereits vorhandene Integrationsangebote im Landkreis mitgestaltet, begleitet und gegebenenfalls initiiert.

 

Beispiele, in Zusammenarbeit mit den Fachstellen und Vereinen:

Verbesserung der Sprachfähigkeiten ausländischer Mütter (Motto: Mama lernt Deutsch)

Integration in die Gemeinden durch eine gezielte Einbindung in (Sport-)Vereine


Zuständigkeitsbereich

Die Integrationsstelle kann als Dachorganisation des Themenfelds Integration innerhalb des Landkreises betrachtet werden. Sie ist eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen der Integration im Landkreis Freising und bietet in der Integrationsarbeit engagierten Personen und Institutionen fachliche Beratung und Unterstützung an.

 

Die Integrationsbeauftragte ist nicht für Einzelberatungen zuständig.


Die Personengruppe, die von dem Projekt profitieren soll, sind MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund, dazu gehören u.a. anerkannte Flüchtlinge mit Bleibeperspektive oder Gaststudenten aus anderen Ländern.


Aktuelles

Viele Akteurinnen und Akteure tragen seit langer Zeit dazu bei innerhalb des Landkreises aktiv zwischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund und der ansässigen Bevölkerung im Landkreis eine Brücke zu bauen. Dies hat auch schon zu einer Vielzahl interkultureller Vereinigungen geführt, die das soziale und kulturelle Leben im Landkreis bereichern. Im Rahmen der Bestandsaufnahme nimmt die Integrationsbeauftragte gerne an Austauschtreffen teil, um sich einen Überblick über bereits vorhandene Initiativen zu erhalten und die einzelnen Multiplikatoren kennenzulernen.

 

 

Integrationskampagne "Dazu gehören – Integration in Bayern“

Das Portal „Dazu gehören – Integration in Bayern“ liefert gebündelte Informationen für Zuwanderer, Einheimische und Ehrenamtliche. Auf dieser Website gibt es u. a. Infos über das Zusammenleben in Bayern, Anlaufstellen und nützliche Links sowie Beispiele aus der Praxis rund um das Themenfeld Integration.

Integrationspreis der Regierung von Oberbayern

Regierungspräsidentin Brigitta Brunner wird im Herbst 2017 den 9. Integrationspreis der Regierung von Oberbayern verleihen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und er kann auch auf mehrere Preisträger aufgeteilt werden. Mit dem Integrationspreis sollen oberbayerische Initiativen ausgezeichnet werden, die Integration erfolgreich und nachhaltig vorleben und sich in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bildung, Sport, Soziales, Gesundheit und Demografie für ein interkulturelles Miteinander einsetzen, insbesondere auch in interkommunaler Zusammenarbeit.
Die Bewerbungsfrist für heuer ist abgelaufen. Die Preisträger werden von einem Beirat unter Vorsitz von Frau Regierungsvizepräsidentin Degl ausgewählt.

 

 

Bayerischer Integrationspreis 2017 und Bayerischer Asylpreis 2017

Der Bayerische Landtag, das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und die Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung vergeben in diesem Jahr wieder den "Bayerischen Integrationspreis" und den "Bayerischen Asylpreis". Der Bayerische Integrationspreis steht in diesem Jahr unter dem Motto "Empowerment für Frauen", der Bayerische Asylpreis widmet sich 2017 der "Bekämpfung von Fluchtursachen".

Die Bewerbungsfrist für heuer ist abgelaufen. Die Preisverleihung fand am 20. Juni im Bayerischen Landtag statt. Gewinner des diesjährigen Integrationspreises ist der Verein "Frauen für Frauen", der Frauen mit Migrationshintergrund in ihrem Selbstbewusstsein und in ihrer Selbstständigkeit stärkt. Über den Asylpreis durfte sich der Verein "Marafiki wa Afrika" aus FREISING freuen, der sich unter anderem für die Bildung von Mädchen in Tansania einsetzt und somit zur Bekämpfung von Fluchtursachen beiträgt.

Download/Links

Weitere Informationen

Bürgerpreis 2017 des Bayerischen Landtags

Der Bayerische Landtag verleiht auch 2017 den renommierten Ehrenamtspreis. Der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Bürgerpreis steht heuer unter dem Leitthema „Mein Glaube. Dein Glaube. Kein Glaube. – Unser Land! Bürgerschaftliches Engagement und weltanschaulicher Diskurs für eine Gesellschaft des Respekts und der Verständigung“.

Aktiv bei der Feuerwehr

Retten, löschen, bergen, schützen - diese Aufgaben übernehmen in Bayerns Feuerwehren mehr als 330.000 Menschen. Natürlich sind auch Menschen mit Migrationshintergrund in den Wehren aktiv, allerdings: Während der Anteil von Migranten in der Bevölkerung bei etwa 20 % liegt, ist nur rund 1 % von ihnen in der Feuerwehr aktiv. Deshalb ruft der Landesfeuerwehrverband Bayern auch Menschen mit Migrationshintergrund dazu auf, sich in einer der Ortsfeuerwehren zu engagieren.

Neues Programm: Frauen im Dialog

Frauen aus allen Ländern und Kulturkreisen treffen sich zum gegenseitigen Kennenlernen und zu Gesprächen. Angeschlossen ist ein wöchentlicher Deutschkurs. In individueller Betreuung bietet er die Möglichkeit, Deutsch zu lernen und im Gespräch zu üben.

Die Treffen finden alle zwei Wochen montags im Gemeindehaus der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Freising statt.

Gärten der Integration: Auszeichnung

Kleingärtnervereine und Gemeinschaftsgärten mit Flüchtlingsarbeit, Interkulturelle Gärten, Gärten auf dem Gelände von Flüchtlingsunterkünften und ähnliche Garteninitiativen können ab sofort ihre Aktivitäten bei der DUH einreichen. Im Juni, September und November wird jeweils ein Projekt als „Garten der Integration" ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld von je 500 Euro. Gefördert wird der Wettbewerb durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.


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Leitfaden zur kommunalen Integrationsarbeit

Integration ist ein langfristiger Prozess, der vor Ort stattfindet. Die Kommunen sind die Orte des Zusammenlebens, wo die Integration und die Vielfalt gestaltet werden kann. In einem Leitfaden hat der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung die häufigsten Problemfelder des Integrationsprozess und die wichtigsten Punkte zur Umsetzung und Durchführung eines kommunalen Integrationskonzeptes zusammengefasst.


Weiterführende Links

Integrationskurse

Wichtige Informationen zum Thema „Integrationskurse“ erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

"Aktion zusammen wachsen"

Bei der Suche nach Patenschafts- und Mentoringprojekten in der Nähe hilft die Projektdatenbank der „Aktion zusammen wachsen”. Sie umfasst Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet und wird laufend erweitert.Außerdem kann man eigene Projekte anmelden.


Ansprechpartner

Integrationsbeauftragte

Nathalie von Pressentin

Zimmer B24 (Klosterbibliothek)

Tel.: 08161/600-861

Fax: 08161/600-278

E-Mail: integrationsbeauftragte[at]kreis-fs.de

 

 

Büro Landrat

Sachgebiet 01b

Barbara Weinmann

Sachgebietsleitung

Tel.: 08161/600-159

Fax: 08161/600-166

E-Mail: barbara.weinmann[at]kreis-fs.de