Bauanträge und Bauvoranfragen

Seit 2008 gibt es eine grundlegend novellierte Bayerische Bauordnung. Damit gelten ab sofort neue Verfahren, neue Vorschriften und neue Formulare. Unvollständige Anträge werden künftig nach Ablauf einer Nachbesserungsfrist kostenpflichtig zurückgegeben.

 

Das ursprüngliche Konzept, mit der Baugenehmigung verbindlich über die Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Vorschriften zu entscheiden und damit eine umfassende "Unbedenklichkeitsbescheinigung" für Bauherren und Nachbarn zu liefern, wurde schon bei der letzten Novellierung aufgegeben. Dieser Reformansatz "weniger Staat und mehr Verantwortung der Privaten" wird in der BayBO 2008 konsequent weitergeführt.

 

Die Behörde prüft nur noch umfassend die sogenannten Sonderbauten. Dies sind im Gesetz aufgelisteten Fallgruppen von besonders schwierigen Gebäuden oder besonders gefährdeten Nutzungen.

 

Daneben findet entweder nur eine stark eingeschränkte Prüfung statt (Vereinfachtes Verfahren) oder aber die behördliche Prüfung entfällt im Vorfeld ganz (Freistellungsverfahren oder verfahrensfreie Vorhaben).

 

Damit wird das Vereinfachte Verfahren, bei dem sich die behördliche Prüfung im Wesentlichen auf das Planungsrecht (vereinfacht: wo gebaut werden darf) beschränkt, zum Regelfall.

 

Prüfungen wie zum Beispiel Brandschutz, Sicherheitsanforderungen oder die vorgeschriebenen Abstände zu den Nachbarn entfallen. Der Nachweis der notwendige KfZ-Stellplätze wird nur noch geprüft, wenn die Gemeinde dazu eine Satzung erlassen hat.

 

Für Bauherrn und Architekten haben sich dadurch zum Teil nochmals erhebliche Änderungen ergeben. So sind jetzt neben oder anstelle von behördlichen Überprüfungen zunehmend Bescheinigungen und Nachweise von privaten Sachverständigen zu erstellen.

Ansprechpartner

Bauamt im Landkreis

Tel.Nr.: 08161/600-189

E-Mail: bauamt[at]kreis-fs.de

 

Aufgabenverteilung und Zuständigkeiten

 

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