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Mobilitätstag an der FOS/BOS: Verkehrssicherheit zum Ausprobieren

Wie fühlt es sich an, mit dem E-Scooter einen Slalom zu fahren? Was passiert, wenn sich ein Auto überschlägt? Und wie wirken sich Alkohol und Drogen auf die eigene Wahrnehmung aus? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten rund 750 Schülerinnen und Schüler beim zweiten Mobilitätstag an der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/BOS) Freising. An zahlreichen Informations- und Mitmachständen konnten sich die Jugendlichen mit verschiedenen Aspekten der Mobilität und Verkehrssicherheit auseinandersetzen. 

 

Neben rund 640 Schülerinnen und Schülern der FOS/BOS nahmen auch etwa 110 Jugendliche aus den anderen Lernviertel-Schulen (Wirtschaftsschule, Camerloher-Gymnasium, Berufsschulzentrum) und der Realschule Gute Änger teil. Ziel war es, junge Menschen für Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren, ihr Wissen zu erweitern und ihnen die Möglichkeit zu geben, unterschiedliche Verkehrssituationen selbst auszuprobieren.

 

„Wir wollen die Schülerinnen und Schüler auf unterschiedliche Verkehrssituationen vorbereiten und ihnen zeigen, wie wichtig es ist, im Straßenverkehr aufmerksam und verantwortungsbewusst unterwegs zu sein. Außerdem haben die Jugendlichen die Möglichkeit sich mit verschiedenen Mobilitätsformen auseinanderzusetzen und selber zu testen“, erklärt Christiane Malecki, Schulkoordinatorin am Landratsamt Freising. Gleichzeitig soll der Mobilitätstag das Bewusstsein für alternative Verkehrsmittel stärken und aufzeigen, dass es neben dem motorisierten Individualverkehr viele weitere Möglichkeiten gibt, sicher, flexibel und nachhaltig unterwegs zu sein.

 

Ausprobieren statt nur zuhören

 

Besonders gefragt waren der Überschlagsimulator der Verkehrswacht und der Fahrsimulator. Im Überschlagsimulator konnten die Jugendlichen erleben, wie es sich anfühlt, wenn ein Fahrzeug auf dem Dach liegt, und üben, sich selbstständig daraus zu befreien. Der Fahrsimulator ermöglichte es, verschiedene Fahrsituationen virtuell zu erleben. Beide Angebote zählten auch in der anschließenden Befragung zu den absoluten Höhepunkten des Tages.

 

Groß war ebenfalls das Interesse am Stand der Polizei. Die Beamtinnen und Beamten beantworteten zahlreiche Fragen rund um den Straßenverkehr – von Alkohol und Drogen am Steuer bis hin zu ihrer täglichen Arbeit. Die Jugendlichen durften außerdem schusssichere Westen anprobieren und mit einer Radarpistole selbst die Geschwindigkeit messen. Auch die Dienstwaffen weckten bei vielen Schülerinnen und Schülern Neugier.

 

Am Stand der Verkehrswacht standen darüber hinaus die sichere Nutzung von E-Scootern und Fahrrädern sowie die Bedeutung des Fahrradhelms im Mittelpunkt. Die Verkehrswacht brachte zudem den Überschlagsimulator und den Fahrsimulator mit. Diese Angebote konnten dank einer Förderung durch das Bundesverkehrsministerium kostenfrei bereitgestellt werden, sodass für die Stadt Freising und den Landkreis Freising keine Kosten entstanden. Die Förderung unterstützt das Ziel, junge Menschen frühzeitig für eine sichere, verantwortungsvolle und nachhaltige Mobilität zu sensibilisieren. Beim ADFC konnten die Jugendlichen ihre Geschicklichkeit auf einem Fahrradparcours testen. Die Stadt Freising und das Landratsamt Freising stellten Lastenräder beziehungsweise E-Bikes zum Ausprobieren bereit.

 

Sicher unterwegs – mit allen Sinnen

 

Wie stark Rauschmittel die Wahrnehmung und die körperliche Koordination beeinträchtigen können, verdeutlichten verschiedene Rauschbrillen-Parcours. Mit den Brillen auf der Nase mussten die Jugendlichen unter anderem Geschicklichkeitsaufgaben bewältigen. So wurde unmittelbar erfahrbar, wie schnell vermeintlich einfache Tätigkeiten zur Herausforderung werden können, wenn die Sinne beeinträchtigt sind.

 

Auch die Erste Hilfe kam nicht zu kurz: Die Malteser zeigten, wie die stabile Seitenlage und eine Herzdruckmassage durchgeführt werden. Zudem konnten sich die Jugendlichen über den Einsatz eines Defibrillators informieren.

 

Weitere Informationsangebote gab es von der AOK, der Polizei, dem öffentlichen Personennahverkehr, den Stadtwerken Freising, der MVG und der Mitfahr-App RideBee. Das Landratsamt informierte außerdem über das Berufliche Schulzentrum Freising (BSZF).

 

Gemeinsam für mehr Verkehrssicherheit

 

Der Mobilitätstag wurde von zahlreichen Akteuren gemeinsam gestaltet. Durch die Verbindung von Information, praktischen Übungen und persönlichen Gesprächen konnten die Jugendlichen, verschiedene Mobilitätsformen und Verkehrssicherheit aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen und eigene Erfahrungen sammeln.