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„Seelenstark“ wächst weiter: Schulung qualifiziert Fachkräfte landkreisübergreifend

Vor Kurzem fand im Landratsamt Freising erstmals eine dreitägige „Train the Trainer“-Schulung im Rahmen des Projekts „Seelenstark“ statt. Die Fortbildung richtete sich dieses Mal gezielt an koordinierende Fachkräfte aus verschiedenen Regionen: Insgesamt 18 Teilnehmerinnen aus sieben Landkreisen des Regierungsbezirks Oberbayern folgten der Einladung. 

 

Im Unterschied zu den bisherigen Schulungen, die sich vor allem an Lehrkräfte und weitere interessierte Fachkräfte aus Schulen und der Jugendarbeit richteten, stand diesmal die Qualifizierung auf überregionaler Ebene im Fokus. Die Multiplikatorinnen sind überwiegend in der Prävention und Gesundheitsförderung an Gesundheitsämtern sowie in koordinierender Funktion in der kommunalen Jugendarbeit tätig. Ziel war es, die Teilnehmerinnen dazu zu befähigen, eigenständig Fachkräfteschulungen in ihren jeweiligen Landkreisen anzubieten und so das Projekt „Seelenstark“ weiter zu verbreiten.

 

Die Schulung wurde von Katharina von Schumann von der Kommunalen Jugendarbeit im Amt für Jugend und Familie Freising sowie von Sabrina Dietrich, Sophie Auernhammer und Yvonne Fraebel vom Gesundheitsamt Freising organisiert.

 

Das Präventionsprojekt „Seelenstark“ richtet sich an junge Menschen ab elf Jahren. Es vermittelt, dass seelische Krisen zum Leben dazugehören, und zeigt Wege auf, das mentale Gleichgewicht zu stärken. Zudem lernen die Jugendlichen, wie sie Gleichaltrige in Krisensituationen unterstützen können und wann es wichtig ist, professionelle Hilfe hinzuzuziehen. Ein zentrales Anliegen ist dabei auch, die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen langfristig zu reduzieren.

 

Von der Schulung zur eigenen Umsetzung

Während der dreitägigen Schulung erhielten die Teilnehmenden fundierten theoretischen Input sowie praxisnahe Einblicke in die Umsetzung des Projekts. Drei externe Referentinnen vermittelten ihnen in Fachvorträgen Hintergrundwissen über seelische Erkrankungen im Jugendalter sowie zum Aufbau von Resilienz. Darüber hinaus stellte das Organisationsteam konkrete Methoden und Übungen vor, die sich in Schulungen mit Fachkräften ebenso wie in der direkten Arbeit mit Jugendlichen einsetzen lassen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der didaktischen Vermittlung der Inhalte, um die Teilnehmerinnen optimal auf ihre zukünftige Rolle als Trainerinnen vorzubereiten. 

 

Vernetzung über Landkreisgrenzen hinweg

Die Multiplikatorinnen, die vielfältige Erfahrungen aus ihren jeweiligen Arbeitsfeldern mitbrachten, fühlten sich von der Schulung inspiriert und freuten sich, bald auch in die Umsetzung in ihren eigenen Landkreisen gehen zu können. Das Koordinationsteam aus Freising möchte zukünftig regelmäßige Vernetzungs- und Austauschtreffen organisieren, damit die ausgebildeten Trainerinnen gemeinsam Ideen für die Umsetzung austauschen können und noch mehr Raum für Vernetzung und kollegialen Dialog über Landkreisgrenzen hinweg erhalten.

 

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen fielen sehr positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden der hohe Praxisbezug, die fachlichen Hintergrundinformationen sowie das umfangreich aufbereitete Material, durch das es ihnen möglich ist, zeitnah mit der Realisierung zu beginnen. Mit dem neuen Schulungsformat wird ein wichtiger Schritt eingeleitet, um das Projekt über die Grenzen des Landkreises Freising hinaus weiter auszubauen und noch mehr junge Menschen in ihrer psychischen Gesundheit zu stärken.

 

Weitere Informationen zu zukünftigen Schulungen und zum Projekt sind unter www.seelenstark-fs.de zu finden.