Schon im Jahr 2014 hat der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd das Energiemanagementsystem DIN EN ISO 50001 eingeführt „und die Energieeffizienz seither um über 30 Prozent gesteigert“, sagt der Kaufmännische Geschäftsleiter Stephan Brenninger. Nun hat sich der Verband zu einer qualifizierten Umweltleistung verpflichtet und nimmt am Umwelt- und Klimapakt Bayern teil. Die Urkunde überreichte Landrat Helmut Petz am Mittwoch, 10. Februar, im Namen von Umweltminister Thorsten Glauber an den stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Peter Felbermeier.
Mit dem Umwelt- und Klimapakt arbeiten die Bayerische Staatsregierung und ihre Partner – die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw), der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) sowie der Bayerische Handwerkstag (BHT) – daran, Lösungen im Umgang mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zu entwickeln. Mit der Idee, Betriebe, Unternehmer und staatliche Einrichtungen zu motivieren, betrieblichen Umweltschutz über das Maß der gesetzlichen Vorgaben hinaus umzusetzen, wurde 1995 der Umweltpakt Bayern erstmals vereinbart.
Neben dem Umweltschutzgedanken hat es für den Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd natürlich auch wirtschaftliche Vorteile, die Energieeffizienz zu steigern. „Sinnvolle Maßnahmen macht man ja auch aus Eigeninteresse“, sagte Landrat Petz. Und tatsächlich: „Diverse Maßnahmen haben zum Erfolg geführt“, sagte Stephan Brenninger. Insgesamt habe man „enorme Einsparungen“ erzielt, der Energieverbrauch sei von 5,0 im Jahr 2024 auf aktuell 4,1 Gigawattstunden jährlich gesunken.
Der Zweckverband ist ein kommunaler Zusammenschluss, der die sichere und qualitätsgerechte Trinkwasserversorgung für die Mitgliedsgemeinden im südlichen Landkreis Freising sowie für Haimhausen (Landkreis Dachau) und Teile von Oberding (Landkreis Erding) organisiert. Wesentlicher Stromverbraucher sind die Brunnen- und Reinwasserpumpen. „Wir haben unter anderem die Steuerung und den effizienten Einsatz der Pumpen verbessert und wo nötig, Pumpen ersetzt.“
Außerdem werde die Infrastruktur, also vor allem das Leitungssystem, strukturiert nach Lecks durchleuchtet, um Wasserverluste zu vermeiden, ergänzte der Technische Geschäftsleiter Markus Schmitz. Geplant sei ferner eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit Stromspeicher, „damit wir unabhängiger und krisenresilienter werden“.